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altes Zeug halt

 

Das hier von InExtremo vorgetragene Palästinalied ist etwa von < 1350, bzw. aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts, Strophen in dem Wikipediaeintrag.

Wer einen ausgefalleneren Familiennamen hat, ist vielleicht versucht Ahnenforschung zu betreiben und bei der Frage, ob in der Familie, das schon mal jemand gemacht hat, kommen dann so Hinweise wie: Deine Uhrurgroßmutter sagte, wir waren mal Adelig. Was meist nicht stimmt aber die Idee, dass man mal zu der besser gestellten Schicht gehört hat, damals oder auch damals schon, ist natürlich reizvoll.

Nun es ist ja nicht so als könne man die Sache mit dem heraldisch korrekten Familienwappen nicht noch nachholen, Alexander Jacob macht ziemlich coole.

Eine Rückverfolgung in der Familiengeschichte von 700 Jahren ist auch für gute Ahnenforscher schon sehr sportlich.

In einer Höhle zwischen Förste und Dorste, am südwestlichen Harzrand gelegen sind Sklette beerdigt worden, gefunden wurden etwa 39 Individuen aus der Zeit etwa 1000 Jahre vor Christus, also vor 3000 Jahren, Bronzezeit.

Deren Erbgut hat man Sequenziert, hat das dann mit der DNA von Menschen in den umliegenden Ortschaften verglichen und tatsächlich Verwandte gefunden.

Die zweite Frage die sich anschließt, wenn man Betroffener ist: Moment mal meine Familie lebt hier seit 3000 Jahren – Schlachten, Pest, Inquisition, Dürren, Glaubenskriege, Weltkriege und diese ganzen Umweltfaktoren, haben nicht ausgereicht, um 150 Familiengenerationen, wenigstens einmal komplett dahinzuraffen, so das Andere die Ecke, einige hunderte Jahre später, wieder besiedelten?

Viel gewandert sind die Vorfahren ja dann auch nicht, 3000 Jahre an einem Ort, obwohl es ausgereicht hat, wenn nur ein paar Genträger, der Erblinie, dort ansässig blieben. Es bleibt der älteste je Nachgewiesene Stammbaum. Zum Vergleich Özi lebte etwa vor 5300 Jahren.

Da saß man vor einigen Zehntausend Jahren, zur Zeit des Jungpaläolithikums, mit seinen Jungs und Mädels ums Feuer, bis der erste einen auffordert sein Teil rauszuholen. Man greift unter seine Kleidung und beginnt einen riesigen verzierten Holzdildo zu schwenken: Die Gruppe jubelt. Bis auch die anderen ihre Teile schwenken. Okay, so wirds nicht gewesen sein aber es gab sie, die verzierten Phalluse. Es gibt Darstellungen die 40.000 Jahre alt sind. 

Penisdarstellungen mit Punkt- und Linienmustern. Zum Vergrößern klicken. Quelle: J. Angulo et al, The Journal of Urology 186 (2011), S. 2498-2503

Die Nachbildungen des weiblichen Körpers, die bis zu 35.000 Jahre alt sind gibt es natürlich auch die Venus vom Hohlefels, zum Beispiel.

Interessant zu lesende Spekulationen, warum und wofür diese angefertigt wurden.


Merseburger Zaubersprüche – InExtremo

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