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Belästigungsapp und abwesende staatliche Stellen

Durch einen SPON-Artikel bin ich grade auf das Thema um den Hashtag #imzugpassiert aufmerksam geworden. Wer es schafft in 140 Zeichen sein Erlebnis zu schildern, der hätte währenddessen doch ebenfalls sein Handy zur Hand nehmen können und es melden. Das es diese Möglichkeit nicht gibt, geht in Richtung staatlicher Stellen. Ob ein Formular oder eine App, die für Unterwegs gedacht ist, wenigstens den ersten Schritt, irgendjemanden darüber zu informieren, sollte den Betroffenen offen stehen, wenn auch anonym. Das Gefühl zu haben, das es jedem egal ist, wenn man sich belästigt fühlt ist bestimmt kein gutes.  

Ich verstehe schon, dass man wegen einem blöden Spruch oder etwas objektiv Banalem nicht direkt die Polizei anrufen möchte. Anderseits muss sich niemand an den Arsch fassen lassen und das einfach so hinnehmen. Dafür aber direkt das große Rad drehen und andere Informieren, wie das Bahnpersonal oder die Polizei, kostet einen dann doch zu viel Lebenszeit. Was also tun? Eben schnell auf die Belästigungsapp drücken und ein Hacken bei körperlicher oder verbaler Belästigung setzten und einen Hacken bei Rückruf erwünscht und abschicken, Handynummer, GPS-Daten und Uhrzeit werden im Hintergrund mit Versand. Würde eine solche App helfen, von einer Uni die versucht Daten zur sexuellen Belästigung zu sammeln?

Wer sich nach einem solchen unangenehmen Erlebnis Luft machen möchte, der kann das beim Hilfetelefon unter 0800 0116 016.

Im Nachhinein darüber Twittern, wenn grade mal ein Hashtag existiert wie #Aufschrei oder #ImZugPassiert hilft ja nur bedingt, bis gar nicht.

Erwarte auch nicht, wenn mir mein Fahrrad gestohlen wird, dass die Polizei es wiederfindet ich melde es aber trotzdem, damit es in die Kriminalstatistik mit einfließt. 

Das Thema bei der heute-show:

https://www.youtube.com/watch?v=PUiaKjVpP8M&t=18m40s

 

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