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Kategorie: BDSM

Erotikfilmchen neue Konzepte müssen her, Promiskuität und Fetisch

Die taz beschreibt die Probleme des Porn, um in Folge drei kreative Nischen Alternativen vorzustellen.

https://makelovenotporn.tv

http://www.luciemakesporn.com

http://schnick-schnack-schnuck.net

Ich finde den taz-Artikel so gut, das ich ihn gerne komplett zitieren würde; beschränke mich aber auf ein paar Grundaussagen:

Der Mainstream von Pornos ist zutiefst sexistisch, homophob, transphob und rassistisch – in ihm finden sich alle Formen gesellschaftlichen Hasses wieder, die durch den Sex noch überspitzt werden.

Schmerzen, Tränen und Würgreflexe können nicht simuliert werden, so die Argumentation. Wer mit zwei Schwänzen im Arsch weint, weint wirklich. Wer noch lacht, macht es wirklich gerne.

Echter Sex, sagt Gallop, sei peinlich, witzig, voller Körperflüssigkeiten und dreckig: „Es passieren viele komische Dinge, die in Pornos nicht vorkommen.“

„Männer sind solche Prinzessinnen“, lästert Blush. „Sie wollen dich ständig in den Arsch ficken, aber wenn du ihnen mal ans Arschloch fasst, zieren sie sich.“

Overwatch: Ausgeschubbelt – Blizzard geht gegen Pornos vor

  • Pet-Play ist jetzt nicht die mega neue innovative spannende Subkultur aber die Dokumentationen dazu sind etwas spärlich gesät.

Was ich nicht wusste einmal im Jahr findet die Leatherpride in Belgien statt, geile Scheiße leider zu wenig Frauen da 😉

Mehr Events: http://www.beate-uhse.com/magazin/die-groessten-bdsm-events/

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Faszination BDSM

Es gibt Frauen die sich gerne quälen lassen? Und dadurch einen Mehrwert an Lust verspüren? Schmerzen sind doch das genaue Gegenteil von Zärtlichkeit, vom Streicheln und Kuscheln. Zwang braucht keine Hingabe. Dieser Sache musste nachgegangen werden.

Der Anfang von allem ist Fantasie, eine devote möglicherweise masochistische Frau, weiß was sie möchte durch erregende Vorstellungen. Was nicht bedeutet das man dieser nachgehen muss und das die Realität, der idealisierten Fantasie entspricht. Eine Telefonbekanntschaft beschrieb mir, auf meine Frage, wann sie es denn gemerkt habe, dass sie schon mit 13 bei der Selbstbefriedigung, zur Unterstützung, sich einen Arm ans Bett fesselte.

Eine etwas reifere Bekanntschaft setzte, um ihre klar devoten Lust endlich zu Erleben, ihre Ehe auf´s Spiel und befand sich irgendwann gefesselt auf meinem Bett wieder.

Eine andere flüchtige Bekanntschaft steht nur auf Rollenspiele bei der Sie ein Schulmädchen ist das mit der Hand den Po versohlt bekommt und dabei tierisch geil wird aber sonst keinen Sex haben möchte.

Einige verbinden mit ihrer devoten Rolle die Vorstellungen an einen dominanten führenden Mann, einen Mentor der logisch und emotional Recht hat und um die Dinge weiß die einem gut tun, der weil er besser ist, weiss, womit man glücklich wird.

Was der Idee entspricht, dass der Mann verantwortlich sei für den Orgasmus der Frau. Wo keine eigene Lust, Erregung und Fähigkeit zur Selbstbefriedigung, wird es für den Partner schwer.

Dort würde ich eher mit Yoga und Tantra beginnen.

Mit diesen drei kleinen Beschreibungen hat man das was sich unter BDSM subsumieren lässt nicht mal im Ansatz beschrieben. Ich kann nur aus meinem Nähkästchen plaudern.

Ich habe mir irgendwann gesagt: Ich lass mir von anderen doch nicht sagen, wie ich meinen BDSM zu gestalten habe.

Zumal das auch immer auf das Gegenüber ankommt, ich war und bin immer daran interessiert was die Dame reizt. Man möchte ja mehr Macht und Kontrolle. Einige mögen bestimmte Seile und das Verschnürt sein andere kalte Ketten auf der Haut, die Geräusche machen bei Bewegung.

Eine Beobachtung lässt mich jedoch glauben es ist gar nicht unbedingt das Gefühl der Hingabe und Machtlosigkeit, sondern einfach nur das Verlangen etwas anderes, Neues zu erleben.

Die heterosexuellen Männer waren am unglücklichsten – und der Grund dafür war vor allem unerfüllter Sex. „Manchmal nehmen heterosexuelle Männer Sex-Spiele nicht ernst und erkennen nur vollendeten Geschlechtsverkehr als Sex an“, erklärte die Psychologin Debby Herbenick. Das fantasielose Rein-und-Raus-Spiel war in der Untersuchung alles, was viele Hetero-Jungs tun wollten – zu anderen Dingen reichte ihre Fantasie meist nicht aus. Schwule Paare dagegen experimentierten durchschnittlich weit mehr – und das sei der Grund für ein erfüllteres (Sex-)Leben

Die Anzahl der echten Masochisten ist mit Fifty Shades of Grey nicht wirklich angestiegen, allenfalls bei einem breiteren Bevölkerungsteil, die Idee mal etwas anderes zu probieren. Was aber den Menschen die unter ihrer Neigung leiden also wirklich Probleme damit haben, weil die Sehnsucht nicht dem eigenen moralischen Kompass entspricht, vielleicht geholfen hat. Zu erkennen das man darauf steht sich kontrolliert blutig schlagen zu lassen, kann einen ganz schön verwirren, egal in welchem Alter man ist, Selbes gilt natürlich auch für die Sadisten, denen im Normalfall beigebracht wurde, das man Frauen nicht schlägt und Gewalt kein Mittel zu irgend einem Ziel ist.

Was dann bleibt ist die kontrollierte Eskalation, die Absprache in welchem Rahmen und bis wann man agieren darf. Auch um das heraus zu finden haben sich die Selbsthilfegruppen gegründet. Die Fragen um den Umgang mit Macht und Kontrolle sind auch ohne diesen Kontext interessant.

Es gab eine Phase in der ich mir sicher war gesunden BDSM zu gestalten braucht mentale Reife, ein gutes Wissen um seine Lust, über die eigenen sexuelle Fantasien und Neigungen, die Fähigkeit zur inneren Ruhe zu kommen, entspannen zu können, mit dem Partner ehrlich reflektiert zu reden, Vertrauen zu haben, Plus, ein Schuss Verrücktheit und Erlebnislust. Es braucht also eine gesunde Beziehung, in der die Rahmen klar gesteckt sind, in der kommuniziert wird und der andere verstanden.

Dieser Definition nach wäre BDSM etwas zu dem nur sexuell reife Persönlichkeiten kommen. Dem ist aber nicht so. Es gibt genug Kranke und damit ungesunde Varianten seinen Sadismus die Lust am Quälen auszuleben. So hohe Ideale an den Trieb und die Lust zu knüpfen, macht es unrealistischer zu erleben was man sich wünscht.

BDSM ist so vielfältig, wie die Personen die ihn betreiben. Es ist nicht die Arbeit gegen die Lust oder Wünsche sondern die gegen Angst und Bedenken. Wie bei fast allem, muss das jeder für sich selbst auspegeln, der Blick nach Links und Rechts schadet dabei nicht.

Eine gute Quelle für die gesunde Variante des BDSM sind Stammtische oder gentledom.de

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Mal nachfragen

Was sind normale Sexfantasien? Sollte man überhaupt anfangen dort Normen festzulegen? Ist nicht das einzige Kriterium, ob etwas problematisch ist, wenn andere oder man selbst darunter leidet?

Solange es einem gut geht, egal mit welcher Neigung, Fantasie und welchen Gelüsten und man sie legal ausleben kann, ohne sich und anderen zu schaden, ist eigentlich relativ egal ob es normal ist oder nicht.

Ein bisschen Individualität ist doch gut. Warum da starke Normen ziehen?

Wir sind leider etwas zu spät bei diesen Fragen, es gibt die Klassifizierung von sexuellen psychischen Störungen schon, zum Beispiel Sadismus fällt darunter.

Wie stark die Definition, von dem schwankt, was als normal und damit als okay und nicht kritikwürdig oder irgendwie problematisch aufgefasst wird, bemerkt jeder der einige Jahrzehnte zurückschaut und feststellt, wie andere Generationen mit ihrer Sexualität (Trieb/Lust/Geilheit) umgegangen sind.

Nehmen wir an, meine Partnerin würde es lieben, mir beim Sex ihren kleinen, am besten feuchten, Finger ins Ohr zu stecken und das total geil und erotisch finden und ihr das effektiv schneller zum Orgasmus verhelfen. Für mich wäre das definitiv sehr anormal und ich würde schon mal nachfragen, woher sie diese sehr ungewöhnliche Vorliebe hat und warum sie das geil findet. Wären Liebesfilme und Pornos jedoch voll von Darstellern denen ständig einer abgeht, wenn sie Finger befeuchten und die dem Partner ins Ohr schieben, wäre klar woher sie das hat.

Für mich als normal oder „schon mal vorkommend“ ist das spüren der Fingernägel im Rücken, da würde ich dann auch nicht mehr groß fragen, gibt Frauen die machen das.

Würden wir uns mit dem kleinen Finger und dem Ohr fortpflanzen gäb es massenhaft Menschen die sich ihres kleinen Fingers schämten und Frauen die nur mit Ohrenschützern herumlaufen würden. Scham und Ekel werden erlernt. (Iiihihi eine Spinne) Freiliegende Ohren und kleine Finger in der Öffentlichkeit würden als F65.2 Störung gelten: Exhibitionismus.

Zurück zur Wissenschaft:

Prof. Dr. Schleim ist aufgefallen, das seine Studenten, bei der Frage ob sexuelle Präferenz genetisch determiniert also vorgegeben sei, klar an eine genetischen Ursache glauben. Das Problem dabei ist, dass es keine Daten gibt die das hergeben.

Was also ist normal? Egal ob das was als normal begriffen wird nun dynamisch aufzufassen ist. Was sind normale Sexfantasien?

Kanadische Forscher sind der Frage nachgegangen indem sie 1517 Personen, beiden Geschlechts befragt haben.

Ungewöhnliche Fantasien waren etwa Fantasien von Sex mit Prostituierten oder Cross-Dressing, zu den typischerweise geäußerten gehörten Oralsex und Sex mit mehreren Partnern (vor allem eine Fantasien von Männern) sowie Sex an romantischen Orten (bei Frauen). Frauen fantasierten häufiger über Dominanzspiele und Unterwerfung, Männer über Sex mit fremden Partnern – interessanterweise, so die Forscher, oft auch von Sex ihrer Partnerin mit fremden Männern. Die weiblichen Befragten machten besonders deutlich, dass sie etwa Unterwerfungs- und Dominanzfantasien nicht real ausagieren wollten. Männer dagegen würden im Mittel vor allem die konventionelleren ihrer Vorstellungen häufiger gerne auch ausleben – oder gaben dies zumindest im Fragebogen an.

Das original Paper, als PDF gibt es hier.

Und ich dachte immer, ich kenne alle ungewöhnlichen Fantasien die auftauchen könnten aber das 1,4% angaben, Sex in der Schwerelosigkeit als Vorstellung zu haben – naja so uninteressant wäre das nicht.

Haben sich eigentlich schon mal welche beim Guinessbuch gemeldet, als erste Menschen die außerhalb der Erde Sex hatten?

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Ja wo schreiben sie denn?

Interessant wirds erst, wenn es echt ist und persönlich, ein bisschen intim aber authentisch und wahrhaftig. Wo finden sich jetzt, die Frauen und gerne auch Männer die über Sex bloggen? Oder eben ihren Sex, ihr Sexleben.

Aus der Fantasie entsprungene Sexgeschichten, die sich so nie zutragen, für Männer, zum geil werden geschrieben sind, haben wenig wahrhaftiges.

Ich will den echten Scheiß. Gerne auch mit Übertreibungen um das Gefühl der Autorin zu verdeutlichen und Provokation um den Leser mit der Nase rein zu stoßen.

  • Anna und Chris schreiben unter LustLeiden lesenswert über ihre Sexleben.
  • Eine weitere Fundgrube ist gentledom.de dort ist eine kleine Community die unter anderem einmal im Jahr, im angeschlossenen Forum, einen Geschichtswetbewerb ausruft.

 

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