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Kategorie: Natur

Bäume reagieren auf Rehspeichel

Damit man Nachts nicht durch übermäßigen Hunger aus dem wichtigen Schlaf gerissen wird produziert der menschliche Körper Leptin welches Sättigt und zugleich dafür sorgen kann, dass man zwar etwas hungrig Einschläft aber ohne Hungergefühl aufsteht. Wer keine Lust auf ein Frühstück hat, bei dem befinden sich vielleicht noch hemmende Hormone im Blutkreislauf. Wie genau dieser Stoffwechsel funktioniert ist aber nicht so abschließend verstanden, dass man dies gezielter nutzen könnte. Der Informationsfluss vom und ins Hirn ist etwas umfangreicher als nur ein Hormon.

Buchen und Ahornbäume reagieren aktiv auf die Rehe die sie anknabbern.

Biologie Bäume erkennen Rehe am Speichel

… und setzen sich gezielt zur Wehr. Das schreiben Biologen aus Leipzig, Jena und Berlin im Fachmagazin „Functional Ecology“. Die Pflanzen können demnach unterscheiden, ob einer ihrer Triebe durch Sturm oder ein vorbeilaufendes Tier abgerissen oder durch ein Reh abgekaut wurde. Bei Rehverbiss reagieren die Bäume, indem sie chemische Abwehrstoffe produzieren.

Die Wissenschaftler schnitten Knospen und Blätter junger Buchen und Ahorn-Bäume ab. Die Pflanzen produzierten daraufhin Wundhormone. Beträufelten sie die Schnittstellen allerdings noch mit Reh-Speichel aus einer Pipette, bildeten die Bäume unter anderem vermehrt Gerbstoffe. Diese zügeln den Appetit der Tiere.

Auf welchen Bestandteil des Reh-Speichels die Pflanzen reagieren, wissen die Forscher noch nicht.

Quelle: Functional Ecology

http://www.deutschlandfunk.de/baeume-ahorn-und-buche-erkennen-rehe-am-speichel.676.de.html?dram:article_id=365866

Tiere heilen sich selbst durch Nahrung

Der Bestseller von Peter Wohlleben von 2015 ist jedem zu empfehlen der sich an der Natur noch faszinieren kann. 

 

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Verdrahtete Blattläuse

Wie jetzt? Ihr wisst das noch nicht? Ich dachte immer das sei verstanden und abschließend beforscht. Es gibt sie, die Experten und damit sind nicht die aus dem TV gemeint, sondern die wirklichen Koryphäen, Unikate, die alleine führenden Forscher auf einem bestimmten Gebiet, die, wenn sie sterben, dafür sorgen, das es keinen Zweiten mehr gibt, der Experte und Spezialist auf diesem einen Gebiet ist. Es gibt so spezielle Forschungsgebiete das faktisch nur eine Person existiert, die dieses Gebiet abdeckt. Es ist ja nicht so das man abseitige Forschungsgebiete besetzen oder bestimmen kann, wer sich jetzt mit der Biodiversität auf Dachschindeln beschäftigt oder mit dem Stoffwechsel einer bestimmten Schneckenpopulation oder dem Vergleich des Nervensystems von Kraken usw.

So langsam kristallisiert sich heraus das Veranstaltungen, wie der IgNobelpreis nicht als abstrus oder als Spaßveranstaltung abgetan werden sollten. Nur Populärforschung zu betreiben oder welche die sich in absehbarer Zeit kommerzialisieren lässt, ist nicht sinnvoll.

Aber zurück zu meiner Verwunderung: Wie das wusste man bisher nicht? Ich dachte immer Pflanzen kommunizieren mit Phytohormonen and thats the hole story.

„… dieses Verwundungssignal nimmt die Pflanze auf und leitet es an die noch nicht verletzen Blätter weiter, die dann auf dieses Signal hin eine Substanz oder mehrere chemische Substanzen produzieren, die die neuen Blätter dann nicht wohlschmeckend für das Fressinsekt machen.“

Wie genau diese Kommunikation funktioniert, ist unklar.

Wie misst man nun die Elektrosignale in der Pflanze ohne sie zu beschädigen und damit die Messung zu verfälschen? Naja man verdrahtet Blattläuse die die Pflanze, ohne das sie es bemerkt, verwunden können. Aufbau und Ergebnisse gibt es hinter dem Link.

Blattläuse verdrahten ist schon ziemlich cool aber ein Exoskelett entwickeln, einen Holographen und Bilder für einen 3D-Drucker errechnen mit einem Raspberry Pi hat auch was.

 

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Nudismus, Naturismus und Nacktivisten

Gestern hab ich nebenher das von Jürgen Lippe eingesprochene Hörbuch „Naked at Lunch: Ein Nacktforscher in der Welt der Nudisten“ gehört. Unterhaltend geschrieben und vorgetragen.

Die einzige nicht sexuelle halböffentlich Nacktheit die ich erlebt habe, als Kind und Jugendlicher waren, die Saunabesuche mit meiner Familie. Saunieren wird in dem Hörbuch nicht erwähnt, sehr wahrscheinlich weil auch hier der Amerikaner, Kleidung trägt – was wie ich finde der Idee vollkommen widerspricht.

Inhaltlich ist wenig hängen geblieben, außer die Prüderie, Teile der amerikanischen Gesellschaft, was so neu ja nicht ist und das man mal Nacktwandern gehen könnte und es tatsächlich gute Gefühle bereitet. Der Autor besucht einige Orte an denen FKK gelebt wird, wie einen französischen Urlaubsort, einen spanischen Urlaubsort und verweist auf historische Manifeste zur FKKultur auch aus Deutschland und nimmt an einer FKK Kreuzfahrt teil. Es ist eine amerikanische Sicht und so werden auch einige Urteile zur illegalen Oberkörperfreiheit, für Frauen, aus den USA erwähnt und die bestehende, alte und neue FKKultur recht amüsant nach skizziert.

Nacktheit kann vereinen und tatsächlich für ein gesünderes Körperverständnis sorgen, mehr Akzeptanz schaffen für den eigenen Körper und das Bewusstsein für die Vielfalt, weg von aller Norm, der Menschen. Es sind ein zwei gute Sätze darin, ebenso der Glaube, durch die Verbannung der Kleidung, den Kapitalismus besiegen zu können. 

Etwas weiter Hinten raus erwähnt der Autor Fuck for Forest die ich auch schon kannte, nicht aber die Begründung die der Autor gefunden hat:

Sex ist in dieser Welt zu einem Marketingtool geworden aber für gewöhnlich wird er nur benutzt, uns beschissene Produkte und Ideen zu verkaufen, statt der sexuellen Energie die ihr zustehende Ehre zu erweisen.

Das ist dann aber auch die einzige Gruppierung die Nudismus mit Sex verbindet ansonsten geht es sich wirklich nur ums Nackt sein, ohne Sex und Erotik. Der Autor wundert sich nach einer Woche Nacktwandern selbst, warum ihm die Attraktivität einer Miturlauberin erst auffällt als sie Sandalen und Kleid überstreift, er sie eine Woche lang nicht als potenzielle Partnerin oder sexuelles Wesen wahrgenommen hat.

Wäre das Buch schlecht und ohne Stellen zum Schmunzeln, Jürgen hätte sich nicht hergegeben um es einzusprechen.

Ein Glück das wir bei uns nur das Problem haben, dass den Wanderern die Beschilderung geklaut wird:

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Tiere heilen sich selbst durch Nahrung

Die Natur ist faszinieren. Ich freu mich immer über Fähigkeiten die man kleinen Organismen oder anderen bekannten biologischen Strukturen, wie Bäumen nicht zugetraut hätte.

Nikotin als Abwehrstoff gegen Fressfeinde kennt man, zum Beispiel von der Tabakpflanze. Bäume die von einer ziehenden Herde angefressen werden produzieren einen bitter schmeckenden Abwehrstoff, der dafür sorgt, dass die Tiere nur eine bestimmte Zeit an dem Baum die Blätter zupfen und dann zum nächsten ziehen. Der erste Baum hat dann aber schon den anderen Mitgeteilt, das er angefressen ist. Er gibt Moleküle frei, die die umliegenden Bäume zur Produktion des eigenen Abwehrstoffes anregen. Das wiederum haben die Tiere herausgefunden und ziehen daher gegen den Wind um die Nahrung von den Bäumen zu fressen. So zumindest die Beobachtungen in Afrika, wo die Bäume etwas weiter auseinander stehen.

Bei der Nutztierhaltung und in Zoos ist aufgefallen, dass die Tiere trotz guter klimatischer Bedingungen und genug Nahrung an Darmerkrankungen leiden und im Fall einer Äffchengruppe einige sogar daran verstarben. Den Lemuren wurden dann in einem Freigehege verschiedene Pflanzen angeboten und obwohl sie keine dieser Pflanzen kannten fanden sie jene mit den Inhaltsstoffen die gegen die Parasiten, Bakterien oder den Pilz wirken, um sich selbst zu heilen. Ja gut, intelligente Affen halt, könnte man meinen aber auch Schafe können das und bestimmt einige andere Tiere.

Obwohl Lemuren aus Madagaskar stammen und amerikanische Pflanzen nicht kennen, hatten sie in der Fremde Pflanzen mit den richtigen Inhaltsstoffen gefunden. Doch nicht nur Säugetiere wissen sich zu helfen: Auch Vögel, Amphibien oder Insekten schützen sich aktiv vor Pilz-, Bakterien- oder Parasitenbefall. Die Forscher entdecken immer mehr Beispiele von Selbstmedikation. Sogar bei Arten, denen sie diese Fähigkeit nicht zugetraut hätten.

 

 

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Viren gegen Bakterien Phagen als Rettung

Gestern Abend liefen zwei sehenswerte Dokumentationen in der ARD. Einmal „Im Land der Lügen – Wie uns Politik und Wirtschaft mit Zahlen manipulieren“, in der im Grunde die Behauptungen nochmal aufgegriffen und bestätigt werden die Volker Pispers seit 10 Jahren auf der Bühne erzählt, was es nicht minder interessant macht und „Akte D – Die Macht der Pharmaindustrie (1)“

In der zweiten Dokumentation wird der Erfolg der Antibiotika wie Penicillin erwähnt. Jeder kennt das Problem der Resistenzen, Bakterien werden immun gegen bestimmte Präparate, die Massentierhaltung in der Antibiotika teilweise vorbeugend verabreicht werden fördern die Unwirksamkeit ebenso, wie die Verschreibungsfreude einiger Ärzte.

Kampf den Keimen Teil 2

Rund 900 Tonnen Antibiotika wurden im Jahr 2010 in deutschen Tierställen eingesetzt. Das ist eine Angabe, die der Bundesverband für Tiergesundheit gemacht hat, also jene Organisation, welche die Hersteller von Tierarzneimitteln in Deutschland vertritt.

Das führt dann zu MRSA in Krankenhäusern und Altenheimen. Die resistenten Bakterien können bis zu Amputationen führen.

In der Zeit des kalten Krieges hatte die Sowjetunion nicht die selben Ressourcen und in Ländern wie Polen gab es keine Antibiotika. Man half sich mit Bakteriophagen, Viren die bestimmte Sorten von Bakterien infiltrieren übernehmen und abtöten um dann selbst zu verschwinden.

https://www.dsmz.de/de/start/aktuelles/phagen-infoseite.html

Adressen von Phagenspezialisten in Polen oder Georgien, finden Sie auf der Kontakte-Seite. In diesen Ländern ist die Phagentherapie im Unterschied zu Deutschland etabliert und hat eine lange Tradition

Die Zeit nach den Antibiotika wird die Zeit der Viren die für uns zielgerichtet eine bestimmte Bakterienkolonie abtöten.

„Um die spezifischen Phagen für E-coli zu finden, arbeitet Sophie Kittler mit der ´Deutschen Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen´ in Braunschweig zusammen.“

Dort befindet sich seit Langem Deutschlands größte Phagen-Sammlung. Über 500 Stämme lagern in kleinen Röhrchen bei minus 196 Grad in großen Stickstofftanks. Da Phagen aufgrund der zunehmenden Antibiotikaresistenzen zur Infektionsbekämpfung wieder gefragt sind, sammelt Mikrobiologin Christine Rohde bis zu 200 neue Stämme im Jahr. In Kläranlagen, Tümpeln und Teichen wird sie fündig. Überall dort, wo viele Wirtsbakterien leben.

„Für E-coli-Keime sind wir sehr gut ausgestattet. Wir haben schon mindestens 50 Phagen und können jeden Tag neue finden. Das ist sehr schön machbar. Die werden wir dann selektieren und Phagen-Cocktails herstellen.“

Noch steckt die Suche im Stadium der Grundlagenforschung. Spannend wird es bei den Zulassungsverfahren um die Viren als sichere Therapie verwenden zu können. Es gibt für diese Art Biokampfmittel noch keine genormte Zulassung.

Als nächstes untersuchen die Forscher die Sicherheit der Phagen.

„Derart, dass Phagen letztlich auch das Potenzial haben können, sich in das Genom der Bakterien zu integrieren, das ist die unschöne Seite der Phagen, denn viele Virulenzfaktoren werden gerade eben durch diese Phagen auch auf Bakterien übertragen. Und deshalb müssen wir auf jeden Fall das Genom komplett sequenzieren, dass eben keine solchen Virulenzgene enthalten sind, auch keine Antibiotikaresistenzgene enthalten sind, und vor allen Dingen keine Gene, die darauf hindeuten, dass dieser Phage in das Genom integrieren kann.“

Anstatt einer Vernichtung könnte es halt auch eine Kooperation der Viren geben in der Art, dass sich das Bakterium an der neuen Gensequenz erfreut die das Virus mit einbringt. So wie auch sonst Resistenzen entstehen.

Es kann zeitliche und örtliche Unterschiede bei der Wirksamkeit geben. Je nachdem, wie gut die Phagen, die vielleicht bald selbst im Labor zusammengebaut werden können, sind stellen sie ein Konkurrenzprodukt für die starke Pharmalobby dar. Sollten die zu krasse Einbrüche bei den Antibiotikaverkäufen feststellen könnten sie die Phagentherapie durch Lobbyarbeit verhindern. Aber das ist eher eine Verschwörungstheorie von mir:

Manuskript: Kampf den Keimen 1

Seit dem Jahr 2000 sind meines Wissens drei neue Antibiotika zugelassen worden, die aber bei weitem die Resistenzentwicklung, die wir sehen, nicht kompensieren können.“

Für diesen Mangel an innovativen Medikamenten sieht Hans-Georg Sahl verschiedene Gründe. Zum einen gibt sich die Pharmaindustrie zurückhaltend, nachdem sie gegen Ende der 1980er-Jahre durch eine Reihe von Fehlschlägen einen hohen Betrag an Forschungsgeldern in den Sand gesetzt hatte. Außerdem seien Antibiotika per se kein attraktives Geschäftsfeld.

„Im Gegensatz zu vielen anderen Medikamenten, die Symptome kurieren, heilen Antibiotika wirklich. Das heißt, sie werden nur kurz eingesetzt und sie werden hoffentlich möglichst selten eingesetzt, und sind deshalb bei weitem nicht so ökonomisch reizvoll wie zum Beispiel ein Medikament, das ein chronisch neurodegenerativ erkrankter Patient zum Beispiel haben muss. Das heißt, rein ökonomisch gesehen ist die Entwicklung eines Medikaments im Bereich Demenzerkrankungen lukrativer.“

 

Neue Mittel gegen resistente Keime

Bei der Vorstellung eines CDC-Reports über Antibiotikaresistenzen warnte Frieden, dass die Menschheit kurz davor stehe, in die postantibiotische Ära einzutreten. Was das konkret heißt, zeigt zum Beispiel der Fall von Mariana Bridi da Costa. Das brasilianische Model starb an einem Multiorganversagen, als sich in ihrem Körper – in Folge eines Harnwegsinfekts – resistente Bakterien ausbreiteten.

Phagenlinks

http://www.scilogs.de/fischblog/antibiotika-alternativen-teil-i-phagentherapie/


Sound zum Eintrag: House of the Rising Sun

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Lustpille für die Frau

http://www.deutschlandfunk.de/sex-sells-wie-weibliche-unlust-zur-krankheit-wurde.740.de.html?dram:article_id=341955

#Beckmann hat am 01.02.2015, in der ARD,  einen viel zu unkritischen Beitrag, der noch zu viel werbenden Charakter hatte, über die Pille gemacht. Sie hilft nicht nur nicht, sie ist auch schädlich.

http://www.focus.de/wissen/diverses/wissenschaft-wirkung-von-pink-viagra-gering-nebenwirkungen-gross_id_5326788.html

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Freie Haut

Wir fragen Frauen, Abends in der Discothek, ob sie bereit sind an einem wissenschaftlichen Experiment teilzunehmen. Wir brauchen etwa 1000. Die Fotografieren wir, nehmen eine Speichelprobe und lassen sie weiter feiern. Dann bestimmen wir, anhand der Fotos, wieviel Prozent der Haut von der Kleidung nicht bedeckt war und vergleichen diesen Wert mit dem Hormonhaushalt aus der Speichelprobe.

Ergebnis: Je höher Östrogenspiegel und je näher am Eisprung desto mehr freie Haut war zu sehen.

Es gab Folgestudien: Frauen die Fruchtbar sind laufen langsamer und werden von Männern ehr als sexy bewertet.

Man zeigte Männern Fotos und frage nach der Attraktivität der Frauen. Da die fruchtbaren Frauen als anziehender bewertet wurden, ließ man ein Computerprogramm die Gesichter analysieren, dieses erkannte 178 Punkte im Gesicht die Formschwankungen unterliegen, darunter auch funkelnde Augen und Hautfarbe.

Aber nicht nur Männer registrieren diese Signale unbewusst auch konkurrierende Weibchen, bemerken eine Konkurrentin.

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