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Fremdgehen einfacher als Beziehungsarbeit

Für einige konservative Menschen hat die Ehe mehr Bedeutung als die einer Zugewinngemeinschaft, die Streuvorteile bedeutet und das Zeugnisverweigerungsrecht. Für viele ist die Ehe auch das Versprechen von ewiger Liebe, unauflöslicher Verpartnerung und Treue.  Das Konzept, ein Leben lang, sich partnerschaftlich nur an eine Person zu binden, ist vielleicht ein wenig problematisch. Menschen entwickeln und verändern sich im Laufe ihres Lebens und hier sind zwei Personen beteiligt die sich verändern. Rein statistisch ist es weniger verwunderlich, dass dieser Versuch „eine Person für immer“ scheitert.

Es ist leider nicht möglich eine allgemeine Formel oder Handlungsanweisung für Menschen in unglücklichen Beziehungen zu finden. Wie groß der Bedarf ist sieht man an den Beziehungsratgebern, in den Buchhandlungen.

Also, fremdgehen ja oder nein?

Das aller Erste was man machen sollte ist mit dem Partner sprechen. Egal ob man glaubt zu wissen, wie er oder sie zu einem Thema steht. Warum nicht beim Fremdgehen des anderen dabei sein? Zusammen in einen Swingerclub, zusammen darüber reden was der andere will? Wenn das nicht mehr geht, gemeinsam eine Lösung zu finden, dann ist doch die Beziehung eh dahin, oder?

Ich riskiere doch nicht mein ganzes Leben mit den Kindern, dem Haus, die Ehe nur um den Sex zu haben den ich mir wünsche.  Anders gefragt, wenn wirklich alles andere gut läuft und es nur am Sex liegt, warum dann sein ganzes gutes Leben wegwerfen nur weil der andere fremdgegangen ist?  Findet der Partner den Seitensprung heraus ist es primär erst mal ein krasser Vertrauensmissbrauch und die Verlässlichkeit, der gemeinsamen Ziele und Wünsche, ist in Frage gestellt: daher redet man vorher drüber. Dem Partner nicht in irgendeiner Form die Möglichkeit zu geben, nach zu vollziehen was man möchte oder wo Sehnsucht liegt, ist „unfair“ weil man damit die unausgesprochenen partnerschaftlichen Regeln verletzt.

Wir sind alle Individuen, einzigartig und wenn zwei davon aufeinander Treffen ist auch deren Beziehung einzigartig, im positiven wie negativen, allgemeine Lösungen gibt es nicht.

Wie sind andere Frauen mit diesem Konflikt umgegangen? 

Was meint die von mir sehr geschätzte Ann-Marlene dazu?

 

Bernhard Ludwig, selbst Therapeut, hat mal ein sehr aufschlussreiches Programm gestaltet, mit dem Titel „Anleitung zur sexuellen Unzufriedenheit“. Inhalt sind Zahlen, Daten, Fakten aus Studien und deren Schlussfolgerungen. Das Video ist nur ein 5 Minuten Ausschnitt des Vortrags der 100 Minuten umfasst und ganz viele Aspekte behandelt. Auf Veoh in voller Länge zu sehen.  Zu dem Vortrag ist auch ein Hörbuch und ein Comic erschienen was die Grundaussagen beinhaltet. Für mich sehr unterhaltend und aufschlussreich.

 

 

 

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