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Gefälschte Studien, Medien

Gutachten und Studien können wissenschaftlich unsauber, aus versehen und bewusst, falsch gemacht werden. Ergebnisse auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu prüfen, ist eigentlich Aufgabe von gutem Journalismus. Auch die unkritische Übernahme von Zahlen, wie der jährlichen Schadenssumme durch Ladendiebstahl oder die Arbeitslosenzahlen, das einfache Vorlesen, ist schlechter Journalismus. Für Überschriften, Einleitungssätze und Zusammenfassungen muss so verkürzt werden das es unwahrer wird.

Ein Beispiel über das ich mich Gestern aufgeregt habe war die Nennung einer Zahl, in diesem Fall 2,2 Milliarden errechneter Wert der Waren die gestohlen wurden. Kein Wort ob das der Einkaufs oder Verkaufswert der Waren war, ob nur Ladendiebstahl oder auch Autodiebstahl, beim Neu- und Gebrauchtwagenhändler, dazu gehören, kein Wort über die Ursachen, soll ich mir jetzt Gedanken darüber machen ob wir eine zunehmende Zahl von an Kleptomanie-Erkrankten haben und mehr Psychotherapeuten brauchen?

Haben die Jugendlichen mehr Mutproben in Form von Diebstahl veranstaltet? Sind die Drogenabhängigen gestiegen und es ist die Beschaffungskriminalität? Oder sagt diese Studie dazu gar nichts aus, weil die Unternehmen im Einzelhandel einfach nur ihre Inventurdaten melden und alles was falsch gezählt wurde oder weg ist, pauschal als Diebesgut deklariert wird? Entweder nicht vorlesen oder erklären. Ich verstehe das sich, vor allem jüngere Medienkonsumenten, von unseren Journalisten verarscht fühlen. Die älteren Mitbürger sitzen vorm Fernseher und fühlen sich in ihrem Gefühl, das alles immer schlimmer wird, mit dem Klauen und der Gewalt, bestätigt.

Daraus folgt dann in Diskussionen, der Schluss man müsse mehr für die Sicherheit tun. Wobei es doch vielleicht angebracht wäre mehr gegen die Armut zu tun und den mit der Armut einhergehenden Drogenmissbrauch. Mehr für Vereine auszugeben die in strukturschwachen Regionen die Jugendlichen auffangen oder Stellen für Streetworker bzw. Jugendsozialarbeiter zu schaffen, genug Drogen- und Naziausstiegscentren zu haben und Therapieplätze für die die wirkliche Kleptomanen sind.

Nein, man wirft eine Zahl in den Raum und das wars, denkt euch selbst euren Teil.

https://www.piqd.de/economy/das-marchen-vom-marchen-von-der-wachsenden-ungleichheit

http://www.nachdenkseiten.de/?p=33713

Damit ist auch klar auf welcher Seite das Ifo-Institut, welches den öffentlich-rechtlichen ihre Konsumklimazahlen liefert, steht.

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