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Ohlala Sexarbeit Gesetze und Apps

Es gibt keine Alternative zu legaler Prostitution. Verbote, wie in anderen Ländern, führen nicht zu einem Rückgang der Prostitution, sondern immer nur zu einer Kriminalisierung, beider Parteien, zu einem rechtsfreien Schwarzmarkt, zu gesellschaftlichen Kosten der Strafverfolgung. Der Berufsverband der Sexarbeiter ist mit dem jetzigen Gesetzentwurf unzufrieden. Eine Reform des ProstG `s war und ist notwendig, da die vier Paragraphen kaum einen Beitrag zur Sicherheit der Sexarbeiterinnen geleistet haben und ehr in die Taschen der großen Clubanbieter gespielt.

Es gilt einen wirklich großen Bereich abzudecken, von der Studentin die einmal die Woche für n Hunderter mit nem Mann schläft über die Domina, bis hin zur Tantrasitzung über die Zwangsprostitution, als Escort in Wohnungen, Clubs, auf der Straße. Kontrolle und Hilfe durch Sozialarbeiter und Gesundheitsschulungen oder Untersuchungen nur anonym abzuwickeln, wie es sich einige wünschen, ist schwer.  Diskretion und Anonymität sind aber auch aus sozialpsychologischem Standpunkt, für die Sexarbeiterin wichtig, ja existenziell. Kaum eine setzt alle Verwandten und Bekannten über die Haupt- oder Nebentätigkeit ins Bild. Wohin aber sollen sich Frauen wenden die der deutschen oder englischen Sprache nicht mächtig sind und unfreiwillig hier arbeiten? Sollte man diese nicht bei der Registrierung als Sexarbeiterin ausfindig machen? Sollte es erlaubt sein als Drogen- bzw. Alkoholabhängige als Sexarbeiterin tätig zu sein? Braucht es dann nicht doch eine Zulassung oder Lizenz, eine Erlaubnis tätig werden zu dürfen?

Es gibt viele Varianten und Fallbeispiele zu bedenken und wie gut oder schlecht die Gesetzgebung am Ende ist, wird die Praxis zeigen, leider ist die Politik zu träge um dynamisch auf neue Anforderungen und nicht bedachte Nebeneffekte zu reagieren die das neue Gesetz bedeuten kann.

In der Gesprächsrunde von Scobel zum Thema Prostitution saß auch Frau Eickel, mit ihr hat das kaufmich.com Magazin ein Interview geführt.

Zwei von vielen Büchern die sich mit Sexarbeit beschäftigen:

Der Escort-Coach

Sexworker – 33 Frauen, die mit Lust arbeiten – Porträts und Interviews

Randnotiz: „Bezahlte Dates“ Ohlala sammelt 1,7 Millionen Dollar ein und launcht in New York

Ohlala ist eine App, welche es sich zum Ziel gemacht hat Nutzer für bezahlte Dates, möglichst diskret, effizient und sicher in Kontakt zu bringen. Männer können ihr Traumdate erstellen, indem sie Dauer, Ort, Preis pro Stunde und Extrawünsche bestimmen. Anders als auf gängigen Plattformen für bezahlte Dates entscheiden auf Ohlala die Frauen, wem sie ihr Profil zeigen möchten und wem nicht.

http://www.3sat.de/page/?source=/scobel/178323/index.html

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