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Oxytocin, tiefe Männerstimmen, DNA die Temperatur misst

Nanotechno DNA misst Temperatur

Kanadische Forscher haben das nach eigenen Angaben kleinste Thermometer der Welt konstruiert. Es ist 20.000 Mal kleiner als der Durchmesser eines menschlichen Haares und basiert auf der Erbsubstanz DNA.

DNA-Stränge in Zellen sind normalerweise stark gefaltet, haben aber die Eigenschaft, sich zu strecken, wenn sie erhitzt werden. Die Forscher entwickelten Verfahren, mit denen sich synthetische DNA-Stränge so designen lassen, dass sie dieses Verhalten bei ganz spezifischen Temperaturen zeigen – und zwar zwischen 30 und 85 Grad Celsius.

Streckt sich die DNA, werden angehängte optische Signalmoleküle aktiviert.

Mit solchen DNA-Thermometern ließe sich in Zukunft eine Temperaturüberwachung von Nano-Maschinen realisieren, so die Forscher.

Die Studie ist im Fachmagazin Nano Letters erschienen.

Quelle: Nano Letters, http://dx.doi.org/10.1021/acs.nanolett.6b00156

Psychologie Tiefe Männerstimmen schüchtern

Wenn Männer tiefe Stimmen hören, verbinden sie damit typischerweise dominantere Typen, während Frauen hinter dem tiefen Klang eher attraktivere Menschen vermuten. Das berichten US-Forscher in der Fachzeitschrift Proceedings of the Royal Society B.

In einem Experiment spielten die Forscher männlichen und weiblichen Probanden die Stimmen von 258 Frauen und 175 Männern vor und ließen sie darüber urteilen. Dabei zeigte sich: Für Männer ist der einschüchternde Effekt tiefer Männerstimmen stärker ausgeprägt als der anziehende Effekt der gleichen Stimmen auf Frauen. Die Wissenschaftler sehen darin einen Hinweis, dass tiefe Stimmen evolutionär gesehen vor allem dazu dienen, sich gegen Konkurrenten durchzusetzen.

Bei Frauenstimmen fanden die Forscher keine bestimmte Frequenz, die als besonders attraktiv wahrgenommen wird.

Quelle: RSPB, http://dx.doi.org/10.1098/rspb.2015.2830

Neuromedizin Oxytocin schärft auch die Sinne

Menschen mit einem Asperger-Syndrom haben häufig Schwierigkeiten, sich Gesichter zu merken oder Emotionen zu lesen. Das kann soziale Kontakte erschweren. Die Gabe eines körpereigenen Hormons mit Namen Oxytocin kann die Wahrnehmung sozialer Reize verbessern. Was das Oxytocin im Gehirn auslöst, war bislang allerdings unklar.

Wissenschaftler am Zentralinstitut für seelische Gesundheit in Mannheim  haben im Tierversuch an Mäusen entdeckt, dass Oxytocin die Wahrnehmung und Wiedererkennung anderer Individuen verbessert. Es schärft offenbar die Sinne – im Fall der Mäuse den Geruchssinn. Und es stärkt die Verarbeitung sozialer Signale in höheren Hirnarealen, berichten die Forscher im Fachblatt „Neuron“. Mäuse, die Oxytocin erhalten hatten, konnten sich deutlich besser daran erinnern, ob sie einen Artgenossen schon einmal getroffen hatten oder nicht.

Quelle: mawi, Neuron

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