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Schlagwort: Marketing

Porno provoziert nur noch mit Kleidungsstücken @miakhalifa

Provokation ist manchmal wichtig.  Aufmerksamkeit ist ein wichtiges Gut. Für Marken ebenso, wie für Parteien oder politische Ideen. Kunst kann politisch sein. Was das Zentrum für politische Schönheit unter Beweis stellt, wenn es Kunstförderungen für ihre Projekte beantragt und bewilligt bekommt. Da Nacktheit, auch bei uns, Aufmerksamkeit generiert und man sich zugleich dem Kulturgut Kleidung entledigt, bin ich ein großer Freund dieser Provokation. Femen ist also genau die Art Protest die mir gefällt. Natürlich ist jede Frau frei sich zu kleiden und zu entkleiden wie sie möchte.

Eine Pornodarstellerin die bewusst Kopftuch trägt ist damit ebenso Kunst, wie billiges Marketing. Bei den vielen vielen Pornodarstellerinnen und Filmen und Angeboten, muss man sich ja irgendwie abheben. Versauter und extremer werden ist kaum noch möglich. Sobald sich Empört und Aufgeregt wird hat man die Stelle getroffen die etwas bewegt und alles ist besser als Stillstand.

Wäre das Mädchen zu mir gekommen und hätte gesagt: ich trag ein Kopftuch beim Dreh, das bringt mir Klicks aus muslimischen Staaten. Ich hätte ihr gesagt, dass sie A nicht die Erste wäre und B das das sicherlich nicht funktioniert aber weit gefehlt:

Wenn arabische Schimpfwörter nicht mehr ausreichen, um zu beleidigen, muss neuerdings ihr Name herhalten: „Mia Khalifa ist ehrenhafter als unsere Führer!“, hieß es kürzlich bei Demonstrationen in Beirut. Und bei Protesten in Bagdad war auf Transparenten ein ganz ähnlicher Slogan zu lesen: „Mia Khalifa ist ehrenhafter als das irakische Parlament!“

Mia Khalifa also.

Den meisten Hass, schrieb Khalifa kürzlich auf Twitter an ihre derzeit rund 960.000 Follower, ziehe sie ausgerechnet von libanesischen Männern auf sich, die ihre Filme gesehen hätten. Auf ihrer knalligen Website, die ein bisschen im Stil einer linken Revoluzzer-Seite daherkommt, begrüßt sie ihre Besucher mit einem zweideutigen „Fuck every one“.

Aus dem Stern:

Familie von Mia Khalifa hat sie verstoßen

Doch ihr Vater steht Mia nicht mehr zur Seite. Ihre Familie habe sich komplett von ihr abgewandt. „Keiner spricht noch mit mir“, erzählte Mia im Interview mit „Newsweek“. Ihre Eltern seien sehr streng und konservativ. Ihre Entscheidung in die Pornobranche zu gehen, hätten sie nicht akzeptieren können.

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Von den Frauenzeitschriften zum Gender-Marketing

Einige Frauenzeitschriften arbeiten wie Scientology. Die Sekte gewinnt Anhänger indem sie [meist beim Auditing] auf einen Mangel hinweist, da niemand dauerhaft glückselig und zufrieden mit allem in seinem Leben und sich selbst ist, kann man bei diesem Mangel, den Bedürfnissen, die jeder hat, ansetzen. Bedürfnis nach Anerkennung, Liebe, sich Selbstbewusst und attraktiv oder schlank zu fühlen, mehr Geld, Erfolg oder Freizeit zu haben, einen neuen oder besseren Partner, besseren oder überhaupt mal wieder Sex, mehr Harmonie in der Beziehung. Bedürfnisse, auch ohne, dass die Werbung diese schafft, hat jeder und wenn es nur der Hunger ist. Die Lösungen die einige Zeitschriften anbieten sind oft Handlungsweisungen, was man tun und lassen sollte, um sein Problem zu beheben. Ähnlich wie bei Scientology, bezahlt man für diesen Ratschlag oder „die Kurse“, meist mehr als sie wert sind.

Was mich verwundert ist die Produktvielfalt bei bestimmten Angeboten, wie Kleidung, Shampoo oder halt generell bei Pflegeprodukten [PinkTax and Gendermarketing in general], die die Frau als Konsumentin und Zielgruppe im Auge hat. Humpft, kann damit auch falsch liegen, den Typ Frau gibt es nicht [auch wenn ihn das Marketing beschreiben kann]

Für mich sind Themen die in Frauenzeitschriften gehören eher im gesellschafts- als im selbstkritischen Bereich angesiedelt.

Warum freiwillige Kopftuchträgerinnen sich ohne nackt fühlen, wenn sie seit dem 13. Lebensjahr eines in der Öffentlichkeit tragen und warum einige Frauen ungeschminkt, nie die Wohnung oder das Haus verlassen würden. Warum haben Talkshows Probleme weibliche Gäste einzuladen, wie Gert Scobel regelmäßig bemerkt?

Ein Kontrabeitrag zum Thema Schminken oder Friseurbesuch, Haare einfach wachsen lassen, Rasieren warum und wo, ungesunde und unbequeme Schuhe, Warum Aussehen nie vor die Gesundheit gestellt werden sollte, Portraits von alleinerziehenden Müttern: unidealisiertes Zeug halt.

Skurril beim Thema Marketing und Werbung ist das nicht von Frauenmarketing gesprochen wird oder ein Überbegriff, wie Femark eingeführt wurde sondern das Ganze Gender-Marketing heißt.  Die Frau als Konsumentin ist eine viel mächtigere: beim Lebensmitteleinkauf, bei der Entscheidung was die Kinder anziehen, beim Dekorieren der Wohnung, dem Kauf von Haushaltsgeräten; sofern man in dem althergebrachten Rollenbild bleibt.

Dabei haben die Frauen die Macht über die Kasse: Sie kaufen rund 80 Prozent aller Konsumgüter ein.

aus einem Handelsblattartikel

„Das Hormon Östrogen bewirkt, dass Frauen eher auf Ästhetik ansprechen, während die höhere Konzentration an Testosteron bei Männern dazu führt, dass sie sich eher funktional denken.“ Luxusgüterhersteller und Modezeitschriften machten diese Unterscheidung oft intuitiv richtig

aus der FAZ

Es hat doch etwas mehr Komplexität, wirklich interessantes Interview:

Was mich fasziniert, geschlechtsunabhängig, ist die Beeinflussbarkeit, jeder streitet ab sich von Werbung verführen zu lassen, die Zahlen zur Wirksamkeit zeigen dann aber etwas anderes. So ist das auch mit Sozialstudien zum Einkaufen zwischenmenschliche lange Beratungen erhöhen die Wahrscheinlichkeit zum Kauf, Sitzgelegenheiten in Schuhgeschäften für Männer erhöhen den Verkauf und wenn die Damen in Gruppen shoppen. Der zwischenmenschliche, soziale und emotionale Aspekt muss für die Dame die konsumieren sollen stärker getriggert werden.

Während die meisten Damen Einkaufstouren genießen – dafür legen sie im Schnitt 200 Kilometer pro Jahr zurück und verbringen ganze 109 Stunden in Umkleidekabinen-, greifen die Herren oft lieber schnell ins nächstbeste Verkaufsregal und eilen zur Kasse.

Das nächste große Ding sind haptische Verpackungen also die Verpackung der Bodylotion die sich nach Haut anfühlt, generell Verpackungen die es ermöglichen das Produkt anzufassen. Die heftigste Aussage in diesem Fünf Minuten Beitrag „Es gibt Produkte wo der Preis für die Verpackung bis zu 80% ausmacht“:

http://blog.clara-frost.de/kritik-gedanken-zu-frauenzeitschriften/

Was mich aber so richtig verärgert hat, weshalb ich hier eigentlich gerade schreibe, ist ein Artikel über “Happy Hour für die Füße” (Seite 18). Da wird auf einer ganzen Seite ein Unternehmen mit einer Schuhmarke angepriesen, das superbequeme High Heels gegen Fußschmerzen herstellt, die sich “wie bequeme Kaminschuhe” anfühlen und “wie eine zweite Haut sitzen”. Daneben ein Bild von 12-Zentimeter Stöckelschuhen. Bitte was? Wer schreibt so etwas ohne nachzudenken?

 

Triff die FABDFL – die feministisch-angehauchte Bloggerin, die Frauenzeitschriften liest

Bestimmt gibt es all das, den gemäßigten Feminismus, sozial- und gesellschaftspolitische Kritik von Frauen für Frauen nur kommerziellen Erfolg haben sie nicht, weil leichter einfacher zu konsumieren ist. Hey, glaubt mal nicht das FHM oder Men´s Health besser sei. Männer lesen dann halt rassistische Zeitschriften, glaubt ihr nicht? Hier:

 

 


Musik zum Beitrag The Best of Debussy

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Marketing SexSells neue Metastudie

Natürlich hat die reduzierte Kleidung der Nachrichtensprecherinnen den wissenschaftlichen Hintergrund, dass Männer sich nicht mehr so gut auf die sachlichen Inhalte konzentrieren können und sich weniger der Nachrichten also Inhalte merken. Schminke, Schmuck mehr Haut reichen da schon aus.

Auch beim Werben darf der emotionale Reiz nicht stärker sein als der Inhalt, also das Produkt auf das aufmerksam gemacht werden soll. Kurzum die Kerle merken sich die geil aussehende Frau und nicht das Produkt für das sie wirbt.

http://detektor.fm/gesellschaft/gsex-sells-funktioniert-nicht-mehr

 

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