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Schlagwort: Rechtliches

Ein bisschen HIV

Zahlen zu Deutschland:

80,62 Millionen Menschen leben in Deutschland Stand 2013, davon sind im Jahr 2014, 83.400 mit HIV infiziert. Gestorben 2014 an HIV sind 480 Menschen. Neuinfektionen jedes Jahr liegt etwa bei 3200 Personen. 13.200 Personen wissen nichts von ihrer Erkrankung.

Keine prophylaktische Impfung kein Heilmittel, ist nach wie vor der Stand. Global gesehen ist HIV ein wirkliches Problem.

Infizierte machen ihre Erkrankung durch das Biohazardzeichen in Form einer Tätowierung oder einer Kette kenntlich, manchmal.

Die Medikamente sind so gut das bei ordentlicher Dosierung und Einnahme man unter die Ansteckungsgrenze kommen kann, das Virus wird soweit im Körper bekämpft bis man unter die Nachweisgrenze kommt.

Randnotiz: Eine Frau wurde zu vier Jahren Freiheitsstrafe mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt, da sie zweimal ungeschützten Sex hatte und HIV positiv ist:

Rechtsanwalt Hösl beklagt die Stigmatisierung von Menschen mit HIV und legt dar, dass die Ausübung einvernehmlicher sexueller Handlungen eine sozialadäquate Handlung sei. Diese dann zu bestrafen, lediglich weil das Risiko einer HIV-Infektion des Sexualpartners bestanden haben soll (der Anwalt weist darauf hin, dass in keinem der zur Verurteilung führenden Fälle eine Infektion erfolgt sei), verletze die Grundrechte von Frau Schmid, insbesondere ihr Recht auf freie Entfaltung ihrer Persönlichkeit.

Ein streitbarer Fall. Die Frau wurde verurteilt.

Die Wissenschaft arbeitet:

Das Problem vor dem die Wissenschaftler und Forscher stehen ist das sich das Virus inaktiv versteckt.

Um zu sehen wo sich das Virus im Körper befindet haben findige Forscher ein Protein als Marker an das Virus gepackt um es dann von außen visualisieren zu können.

Verstecke aufspüren

„Um wirklich zu verstehen, was an diesen Stellen besonders ist, warum das Virus sich dorthin zurückziehen kann und die Behandlung übersteht. Und um zu sehen, was passiert, wenn das Virus zurückkommt, denn darüber ist bisher nichts bekannt. Auch das können wir, mit dieser Methode untersuchen.“

Virenmontage in neun Minuten

Unsere Arbeitsgruppe beschäftigt sich seit einigen Jahren mit dieser Technik. Wir können beispielsweise den Zusammenbau einzelner HIV-Partikel mit einer Markierung des Hauptakteurs Gag live verfolgen. Und wir können messen, wie lange der Viruszusammenbau dauert: In etwa neun Minuten lagern sich die Einzelteile an der Zellmembran zu einer fertigen Knospe zusammen.

Mit diesem System können wir auch untersuchen, wie sich Veränderungen in der Zelle oder Mutationen im Erbgut des Virus auf den Zusammenbau auswirken. Auch die Ankunft anderer Proteine, die für den Vorgang wichtig sind, können wir direkt beobachten, wenn wir sie in einer anderen Farbe markieren.

 

Keine prophylaktische Impfung kein Heilmittel, ist nach wie vor der Stand. Global gesehen ist HIV ein wirkliches Problem. Hatte der ehemals reichste Mensch der Welt, Bill Gates, nicht vor Jahren schon eine Stiftung für die Finanzierung der Heilmittelforschung gegründet? Ist es am Ende kein Geld sondern ein Verständnisproblem?

Es gibt eine dokumentierte Heilung. Dazu muss man wissen, das es Menschen gibt, die immun sind gegen HIV und das bei einer Blutkrebsbehandlung das Immunsystem ausgetauscht wird. Man ersetzt das Rückenmark, indem die Immunzellen entstehen, mit dem Rückenmark eines Spenders.

Crispr-Cas9

Menschen, die von Geburt an, ein defektes CCR5-Gen besitzen, sind gegen HIV immun, da das Virus nicht in ihre Zellen eindringen kann.

Im Fall vom „Berliner Patienten“ war der Fall so gelagert das er HIV und Leukämie also Blutkrebs hatte und ein Spender gefunden wurde, der nicht nur als Rückenmarkspender passte, sondern zudem immun gegen HIV ist. Nach dem Austausch des Rückenmarks ist er geheilt. Das ist aber keine Lösung, für andere, da Leukämiepatienten erst fast umgebracht werden, das alte Immunsystem wird zerstört, um sie dann zu heilen.

Kurzum es gibt immer mal wieder Meldungen über einzelne Schritte und scheinbare Erfolge. Der Durchbruch lässt jedoch auf sich warten.

Früher als man die Beteiligung von Bakterien an Entzündungen und als Auslöser von Krankheiten identifizierte, waren sie die bösen Buben und per se schlecht. Heute weiß man, dass die Mehrheit der kleinen Racker, unsere symbiotischen Helfer sind und für das funktionieren fast allen Lebens elementar.

Schädliche Arschlöcher gibts überall aber das ist meist nicht die Mehrheit. Den selben Weg werden Viren gehen. Da sie selbst keinen Stoffwechsel haben und weit weniger komplex aufgebaut sind sondern im Grunde „nur“ DNA verteilen, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch das Viren einen wichtigen Beitrag zur genetischen Evolution leisten. Ein Virus dockt an eine Zellmembran an, verschafft sich durch einen Protein oder Molekül „Handschake“ Zugang und kann dann, die eigene DNA in die Zelle bekommen.

Jetzt zu dem coolen Zeug: Der Mensch kann diese Fähigkeit der Viren nutzen um eigene DNA in das Virus zu packen, das an einen bestimmten Zelltyp bindet, hineingeschleust wird und dann die Zelle umbauen kann. Man verändert die Gene.

Gentherapie

Die frühen Fehlschläge der Gentherapie illustrieren, wie schwierig es ist, Fremd-DNA effektiv und gefahrlos ins Zielgewebe einzubringen. Sichere Gentransferverfahren waren oft nicht sehr effektiv, und effektive Methoden waren oft nicht sicher…

Wenn aus dem HIV-Genom jene Gene entfernt sind, die das Virus zu einem potenziellen Killer machen, werde die Virenhülle zu einem Gentransportvehikel „mit hoher Kapazität“, sagt Stuart Naylor, ehemaliger wissenschaftlicher Leiter des englischen Unternehmens Oxford Biomedica, das Medikamente auf Basis von Nukleinsäuren für die Behandlung von Augenerkrankungen entwickelt. Im Gegensatz zu den kleineren AAV seien modifizierte HIV sehr gut geeignet, um besonders große Gene oder mehrere Gene gleichzeitig in die Zielzelle einzuschleusen. Schädliche Nebenwirkungen oder unerwünschte Immunreaktionen träten dabei nicht auf.

Das menschliche Erbgut ist komplett entschlüsselt aber verstanden hat es niemand. Bei dem Versuch ein lebensfähiges Bakterium im Labor zu erschaffen, bauten die Forscher alle unwichtigen DNA-Teile aus und mussten feststellen das es so nicht funktioniert.

Schließlich mussten die Forscher immer mehr Gene hinzufügen und endeten bei einer Grundausstattung von 473 Genen – deutlich mehr als erwartet. Bei 149 Genen – etwa einem Drittel – wissen die Forscher nicht, wozu sie gut sind. Bei 79 Genen können sie nicht einmal spekulieren.

Was man machen kann ist DNA vergleichen und nachschauen, was passiert wenn man bestimmte Gene ausschaltet und dann zurückschließen wofür sie gebraucht werden. Doch selbst bei dem Minimalbakterium stehen 79 Fragezeichen.

Alle Viren die man so findet und Sequenziert, also wo man sich die Gene anschaut, sind vergleichbar mit Genabschnitten die man aus anderen Organismen bei Pflanzen und Tieren oder eben Bakterien kennt.

Riesenviren?

Etwa 95 Prozent der zellulären Gene war schon einmal irgendwo aufgetaucht. Anders bei den Viren: 70 bis 80 Prozent des Viren-Erbguts, das die Forscher aus dem Meer fischten, hatten sie nie zuvor gesehen. Die Analyse offenbarte eine ungeheure genetische Vielfalt – bei den „normalen“ Viren, aber vor allem auch bei den Riesenviren.

Zurück zur Erbgutänderung

Es findet seit 2012 eine Revolution durch Crispr/Cas9 in den Labors dieser Welt statt.

Fehler rausschneiden, Korrektur einsetzen

Zwei Eigenschaften machen Crispr/Cas9 so besonders: Zum einen schneidet die Genschere genau dort, wo sie schneiden soll – an keiner anderen Stelle. Und zum anderen: Es ist relativ einfach einzusetzen. In diesen beiden Punkten ist Crispr/Cas9 anderen Methoden überlegen, wie zum Beispiel den bisher in der Forschung verwendeten Zink-Finger-Nukleasen oder den TALENs, maßgeschneiderten Proteinen. Mit Crispr/Cas9 wird die Korrektur von unerwünschten Stellen im Erbmaterial präzise und praktikabel. Vergleichbar mit der Korrektur am Computer: Das falsche Wort wird rausgeschnitten – und das richtige eingesetzt.

Die Methoden, eine davon von einem Bakterium abgeschaut, machen Genänderungen so einfach, dass sie besser ausgestattete Schulklassen durchführen könnten.

Über den Tabubruch am Embryo

CRISPR-Cas, die Schnitte ins Erbgut so einfach, billig und präzise macht, dass selbst Genforscher ein Moratorium und eine öffentliche Diskussion dringend anmahnen.

Wie bekämpfen wir nun das HI-Virus?

Eine Gentherapie, damit die weißen Blutkörper ein defektes CCR5-Gen bekommen und damit dem Virus eine der Andockstellen genommen wird,  würde den Zusammenbau der Immunzellen verändern und einen Eingriff ins Rückenmark bedeuten doch dieser Weg ist kein guter.

Ein weitere Möglichkeit ist ein Molekül an das HI-Virus andocken zu lassen, anstatt die Immunzellen zu verändern befindet sich ein Molekül im Körper, dieses verschwindet jedoch irgendwann.

Das Molekül ließe sich als Wirkstoff spritzen. Die Behandlung müsste dann allerdings mehrmals im Jahr wiederholt werden.

Dann gibt es einen Ansatz mit einer Genschere, einem Enzym, infizierte Zellen von dem HI-Virus zu befreien.

Es finden sich manchmal Antikörper, 8NC195,  bei Erkrankten die gegen das HI-Virus wirken.

Zur Zeit wird der Einsatz von neutralisierenden Antikörpern als Medikament erprobt. Dabei werden verschiedene Antikörper miteinander kombiniert. Wegen seiner ungewöhnlichen Eigenschaften, so die Forscher, biete sich 8NC195 als Zutat für einen Antikörper-Cocktail an.

Meine kleine Umschau der Ansätze ist bestimmt nicht komplett aber sie gibt einen kleinen Einstieg. Was ich erschreckend fand war das bei Youtube so viele „Dokumentationen“ zu finden sind die die Existenz des HI-Virus anzweifeln.

Eine sehenswerte habe ich gefunden:


Sound zum Beitrag: Disturbed – Down witth the Sickness

 

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Kurz notiert: Cannabis gegen Regelschmerzen

Die Cannabisindustrie blüht, in den USA auf und es gibt faszinierend viele Lebensmittel und Sorten zu kaufen und eben auch Medikamente, darunter ein Zäpfchen mit 60 mg THC gegen Schmerzen und Krämpfe sowie 10 mg Cannabidiol, um Entzündungsprozesse zu hemmen. Doch egal wie fantastisch THC gegen Ticks und andere Beschwerden hilft, aus dogmatischer Einstellung heraus, wird es in Deutschland nicht legalisiert.
Da können hochrangige Polizisten sagen, dass die Strafverfolgung nur Arbeit und keinen Nutzen bedeutet, aktive und ehemalige Richter erklären, wie sinnfrei es ist weiter an der Kriminalisierung fest zu halten, Gutachten erstellt werden und Verbände sich gründen. Der Gesetzgeber lässt sich nicht darauf ein.

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Pornoanwalt

Der Pornoanwalt stellt, von der Zensurliste gestrichene, Filme zusammen und einige News die, das Rechtsfeld der Erotik und Pornografie betreffen. Interessant, dass nach jahrzehnten Filme dann nicht mehr der selben Bewertung unterliegen: jugendgefährdent zu sein.

Schaut mal drüber.

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