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Schlagwort: Sozialleben

Empfehlung piqd004 Besserer Sex!

Wir sind erwachsen und gebildet, wir sind von sexualisierten Medien umgeben und angeblich frei, aber irgendwie schaffen wir es immer noch nicht, “normal” über Sex zu reden. Theresa Bäuerlein will das ändern.

https://podcast.piqd.de/2016/09/16/piqd004-besserer-sex/

 

Theresas piqs zum Thema

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Rundumschlag

Paartherapeuten haben sich bisher, als die beste Quelle, erwiesen um einen Einblick zu bekommen, was wirklich abgeht. Studien, mit einer hoffentlich eingeschränkten Fragestellung, sind meist weniger aufschlussreich als ein Therapeut, der nach 20 Berufsjahren ein Resümee zieht oder ein Buch schreibt.

Leider arbeiten diese ja meist mit Klienten die erst dann auftauchen, wenn irgend ein Problem existiert oder ein Mangel, Unzufriedenheit oder Leid das beseitigt beziehungsweise behandelt werden soll. Das schmälert den Blick und rückt die in den Fokus, wo es nicht so gut läuft.

Nun aber ein:

Geiles, wütendes Interview über die Unwissenheit und den Umgang mit Erotik; mit dem Sexualwissenschaftler Volkmar Sigusch:

Nein. Das größere Problem ist, dass die Leute nicht miteinander sprechen. Dass sie nicht sagen, was sie möchten, was sie erregt, was sie nicht mögen. Unter uns sind sogenannte Feeder, die ihre Freundin mästen, Objektophile, die sich in ein Auto verlieben, und Kultursodomiten, die nur mit einem Hund oder einer Katze zusammenleben – und gleichzeitig wissen viele Menschen nicht, wie die Sexualorgane aufgebaut sind, wie sie funktionieren und wo sie liegen.

Den einen erregt die Kleidung des anderen Geschlechts oder ein Tier, den anderen Nasenschleim oder das Fehlen eines Beines. Wir sprechen dann von Transvestitismus, Sodomie, Mukophagie oder Amelotatismus. Es gibt Paare, denen es gelingt, Begehren und Liebe für längere Zeit zusammenzuführen, indem sie eine solche Vorliebe in ihr Sexualleben integrieren.

Heute spielen sich rund 95 Prozent aller Sexualakte in festen Beziehungen ab. Die Singles machen 25 Prozent der Bevölkerung aus, bekommen aber nur fünf Prozent der Sexualkontakte ab. Sie ziehen Nacht für Nacht frustriert von einer Bar zur anderen, während 60-jährige Frauen und Männer, die in einer festen Beziehung leben, relativ regelmäßig miteinander schlafen.

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Sexistische Werbung und religiöse Kopfbedeckungen

Mir sind die Artikel zu dem Gesetzentwurf von Heiko Maas auch aufgefallen, nur, es gibt nicht eine Zeile die irgendwie erahnen lässt was im Gesetz steht. Wer weiß ob sich überhaupt was ändert. Ich gehöre zu der Fraktion die eine Einschränkung von nackten Körpern, die öffentlich gezeigt werden, nicht gut findet. Ich würde es sogar befürworten noch mehr Geschlechtsteile im öffentlichen Raum zu sehen, nur dann eben unbearbeitet und nicht von der Werbung und Photoshop idealisiert.

Das Problem ist nicht die Darstellung der Dinge, wie sie sind, sondern die unrealistische idealisierte die dann dafür sorgen kann, das Menschen glauben sie müssten den falschen Darstellungen entsprechen zum Schönheitschirurgen gehen um sich die Schamlippen verkleinern zu lassen oder was es da sonst so gibt.

Ich sehe das Problem auch woanders, auf Bildschirmen die jeder mit sich rumträgt sind dauernd nackte objektifizierte, sexualisierte und sexuell aktive Menschen, die Diskrepanz zum öffentlichen Raum dann noch zu erhöhen bringt keine Besserung, sondern ist eher sowas wie eine Verschleierung der Dinge die wirklich abgehen.

Gestern lief ein kurzer Beitrag in heute+ mit einer jungen Frau, Nemi El-Hassan, die bewusst und von sich aus quasi aus Protest und aus Überzeugung ein Kopftuch trägt, wie vielleicht die Mehrheit der muslimischen Frauen. Sie hat mit allem was sie sagt recht, ein Kopftuch zu tragen ist ein von unserem Grundgesetz verbrieftes Recht, was man ihr und keiner anderen Muslima nehmen sollte.

Sie führt aus, dass sie nicht verlange das alle Muslima ein Kopftuch tragen sollten. Was meine atheistischen Gefühle verletzt: Kant hat richtig formuliert um zu bewerten ob die eigenen Handlungen gut und richtig seien solle man sie daraufhin prüfen ob sie zum allgemeinen Gesetz werden sollen. Ich fühl mich auch komisch, wenn ich Ordensschwestern also Nonnen sehe. Mich gruselt starke Religiosität wohl ein wenig, keine Ahnung wo das herkommt.

Was das Kopftuch anbelangt, so hab ich da bestimmt auch starke Wissenslücken, ich weiß nicht ob die Angst darin besteht ob wir Männer auf die Haare geil werden, also ob es dabei um Anziehung geht, sollte das der Beweggrund sein, dann folgte auf ein Kopftuch gleichzeitig ja auch die Forderung sich nicht zu Schminken oder aufreizend zu Kleiden also Schuhe mit Absetzen zu tragen, da diese ja Brust und Po heben und somit das befeuern was man vermeiden möchte. Sofern es wirklich um die Haare geht könnte man diese ja auch zur Glatze abrasieren und ohne Kopftuch rumlaufen und täte damit der eigenen Religiosität genüge. Wir sind uns also einig, das es dabei um die zur Schaustellung des eigenen Glaubens und dessen Richtung geht?! Ähnlich einer Kette mit Kreuz.  Wer das tut der sollte sich dann halt auch bewusst sein das darauf reagiert wird. Das was ich als Atheist denke und dann nicht sage sind zwei Vermutungen entweder das Umfeld von ihr ist religiös und verfolgt rückschrittliche Ansichten und Verhaltensregeln die auf keiner fundierten Begründung fußen. Oder aber sie hat nicht die Fähigkeit sich des eigenen Verstandes zu bedienen und die Krücke des Glaubens wegzuwerfen, abzustreifen und ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

 

Ich hoffe einige von euch kennen die  Geschichte des Pastafarian aus Österreich der nach einer psychologischen Begutachtung der Amtsärztin, ein Sieb auf seinem Führerscheinfoto tragen darf, als religiöse Kopfbedeckung.

http://hpd.de/node/11886

Auch in Deutschland wurde dem Glauben an das Fliegende Spaghettimonster jetzt die Anerkennung zuteil, die ihm längst gebührt. Mitglieder der Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters („Pastafari“) dürfen sich nun auf Passbildern für amtliche Dokumente mit ihrer religiösen Kopfbedeckung, dem Piratenhut oder Piratentuch, ablichten lassen.


Antichrist Superstar – Marylin Manson 

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Mal nachfragen

Was sind normale Sexfantasien? Sollte man überhaupt anfangen dort Normen festzulegen? Ist nicht das einzige Kriterium, ob etwas problematisch ist, wenn andere oder man selbst darunter leidet?

Solange es einem gut geht, egal mit welcher Neigung, Fantasie und welchen Gelüsten und man sie legal ausleben kann, ohne sich und anderen zu schaden, ist eigentlich relativ egal ob es normal ist oder nicht.

Ein bisschen Individualität ist doch gut. Warum da starke Normen ziehen?

Wir sind leider etwas zu spät bei diesen Fragen, es gibt die Klassifizierung von sexuellen psychischen Störungen schon, zum Beispiel Sadismus fällt darunter.

Wie stark die Definition, von dem schwankt, was als normal und damit als okay und nicht kritikwürdig oder irgendwie problematisch aufgefasst wird, bemerkt jeder der einige Jahrzehnte zurückschaut und feststellt, wie andere Generationen mit ihrer Sexualität (Trieb/Lust/Geilheit) umgegangen sind.

Nehmen wir an, meine Partnerin würde es lieben, mir beim Sex ihren kleinen, am besten feuchten, Finger ins Ohr zu stecken und das total geil und erotisch finden und ihr das effektiv schneller zum Orgasmus verhelfen. Für mich wäre das definitiv sehr anormal und ich würde schon mal nachfragen, woher sie diese sehr ungewöhnliche Vorliebe hat und warum sie das geil findet. Wären Liebesfilme und Pornos jedoch voll von Darstellern denen ständig einer abgeht, wenn sie Finger befeuchten und die dem Partner ins Ohr schieben, wäre klar woher sie das hat.

Für mich als normal oder „schon mal vorkommend“ ist das spüren der Fingernägel im Rücken, da würde ich dann auch nicht mehr groß fragen, gibt Frauen die machen das.

Würden wir uns mit dem kleinen Finger und dem Ohr fortpflanzen gäb es massenhaft Menschen die sich ihres kleinen Fingers schämten und Frauen die nur mit Ohrenschützern herumlaufen würden. Scham und Ekel werden erlernt. (Iiihihi eine Spinne) Freiliegende Ohren und kleine Finger in der Öffentlichkeit würden als F65.2 Störung gelten: Exhibitionismus.

Zurück zur Wissenschaft:

Prof. Dr. Schleim ist aufgefallen, das seine Studenten, bei der Frage ob sexuelle Präferenz genetisch determiniert also vorgegeben sei, klar an eine genetischen Ursache glauben. Das Problem dabei ist, dass es keine Daten gibt die das hergeben.

Was also ist normal? Egal ob das was als normal begriffen wird nun dynamisch aufzufassen ist. Was sind normale Sexfantasien?

Kanadische Forscher sind der Frage nachgegangen indem sie 1517 Personen, beiden Geschlechts befragt haben.

Ungewöhnliche Fantasien waren etwa Fantasien von Sex mit Prostituierten oder Cross-Dressing, zu den typischerweise geäußerten gehörten Oralsex und Sex mit mehreren Partnern (vor allem eine Fantasien von Männern) sowie Sex an romantischen Orten (bei Frauen). Frauen fantasierten häufiger über Dominanzspiele und Unterwerfung, Männer über Sex mit fremden Partnern – interessanterweise, so die Forscher, oft auch von Sex ihrer Partnerin mit fremden Männern. Die weiblichen Befragten machten besonders deutlich, dass sie etwa Unterwerfungs- und Dominanzfantasien nicht real ausagieren wollten. Männer dagegen würden im Mittel vor allem die konventionelleren ihrer Vorstellungen häufiger gerne auch ausleben – oder gaben dies zumindest im Fragebogen an.

Das original Paper, als PDF gibt es hier.

Und ich dachte immer, ich kenne alle ungewöhnlichen Fantasien die auftauchen könnten aber das 1,4% angaben, Sex in der Schwerelosigkeit als Vorstellung zu haben – naja so uninteressant wäre das nicht.

Haben sich eigentlich schon mal welche beim Guinessbuch gemeldet, als erste Menschen die außerhalb der Erde Sex hatten?

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Wenns nicht Ja ist ist es Nein

Das Projekt Consent versucht durch Videos klar zu machen, was einvernehmliche sexuelle Situationen sind und was nicht.

Der Aussage auf der Webseite nach möchten sie eine Diskussion anregen, über jedwede eben auch minimale sexuelle Belästigung.

Okay, ein bisschen schwer tue ich mich mit der „SituationsDefinition“ schon. Gehe grade gedanklich die Situationen durch in denen ich mich schon wiedergefunden habe.

Ich lag mit einer guten Bekannten im Frühling auf einer Wiese an einem kleinen Hang, wir haben uns schon mal öfter zum reden getroffen und uns natürlich gut verstanden. Sie rekelte sich irgendwann so erotisch und lag sehr reizvoll und offen vor mir, dass ich sie geküsst habe und genau das war ihre Intention. Korrekt hätte ich mich verhalten, wenn ich vorher gefragt hätte: „Junge Dame möchten Sie von mir geküsst werden?“  Ich empfand ihre Körpersprache als so eindeutig und hätte mit Sicherheit einen Rückzieher gemacht hätte sich beim annähern der Gesichter ein abwehrendes „Bild“ ergeben.

Es war Karneval und ich tanzte mit einer vor einigen Minuten kennengelernten kleineren Lady die ihr linkes Knie zwischen meinen Beinen rieb und es genoss, dass ich wegen ihr oder für sie geil wurde …  Es gibt also durchaus von beiden Seiten gewollte und akzeptierte Dinge, die über Körpersprache stattfinden und wo es schwer ist erst ein verbales „Okay“ einzuholen.

Frauen nicht einfach an den Busen zu grapschen, naja – das sollte klar sein auch, wenn man glaubt, dass sie sich wärend einer Liveschalte nicht dagegen wehren …

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Sex bedeutet nicht „Penis in Muschi“. Sex steht für alles, was Menschen unter körperlicher Intimität begreifen. Das Konzept ist weder an bestimmte Körperteile, noch an festgelegte Praktiken gebunden.

Wie wichtig frühe Sexualerziehung ist, stellten auch die Vereinten Nationen 2008 fest. Sie erlaube es jungen Menschen, Haltung und Werte zu erkunden und Entscheidungsfindung zu üben, die sie später benötigten, um fundierte Entscheidungen über ihr Sexualleben zu treffen.

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