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Schlagwort: Tiere

Gib mir deine Antikörper

Molekularbiologie ist wirklich faszinierend. Das Zusammenspiel von Zellen, Viren, Bakterien deren Aufbau und Funktion ist wirklich cool, weil langsam verständlich, kontrollier- und nutzbar. Man kann fantastische Sachen machen, wenn man versteht, wie deren Biologie funktioniert.

Meine Primärquelle für Informationen ist die tägliche Zusammenstellung vom Deutschlandfunk, aus dem Format Forschung aktuell.

Es wird nach einem Impfstoff und nach einer Therapie gegen das MERS-Virus gesucht. „Er kann Lungenentzündungen und Organversagen verursachen. 30 Prozent der Patienten sterben an der Infektion.“

Das MERS-Virus hat ein Protein, das es zum andocken, als Schlüssel, verwendet, um in die menschliche Zelle einzudringen, sie dann zu infizieren und als Krankheit auszubrechen.

Man braucht also Antikörper die dieses Protein verwenden um das Virus zu erkennen und zu bekämpfen. Um diese Antikörper zu erhalten, verändert man das Immunsystem einer Kuh, damit sie leicht veränderte, für den Menschen passende, Antikörper herstellt. Ein kleiner Abschnitt im Erbgut der Kuh, ein Chromosom, das menschliche Antikörper kodiert. Dann filtert man das Blutplasma der Kuh um die Antikörper gegen MERS zu erhalten und hat einen Impfstoff.

 

 

 

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Auf den Stuhl

Da unsere bakterielle Zusammensetzung, auf unsere Gene schließen lässt und die Natur eine möglichst guten genetischen Mix anstrebt, fühlt man sich meist zu der Person hingezogen, die besonders weit von der eigenen genetischen Zusammensetzung entfernt ist. Zumindest ist das ein Faktor. Geruch ist also natürlich ein Lustkiller oder ein Lustbereiter. Diese Tatsache ist so bekannt, das sie kulturellen Einfluss genommen hat, zumindest auf einige Redewendungen: Ich kann den nicht Riechen oder Die Chemie muss stimmen. Ob wir uns zu jemandem hingezogen fühlen ihn oder sie attraktiv oder auch nur nett, hängt natürlich von sehr viel mehr Faktoren und Kontexten ab, als vom ausgewählten Parfüm,  der Geruch ist nur ein sehr begrenzter und kleiner Teil, der von anderen Sinneseindrücken überstimmt werden kann. Trotzdem ist das Experiment von Michael Kirk-Smith so bahnbrechend gewesen, dass ich es hier erwähne:

Attraktiver Schweiß

Die Patienten, die das Wartezimmer der Zahnklinik an der Birmingham University in England betraten, ahnten nicht, dass sie an einem wissenschaftlichen Experiment teilnahmen. Tatsächlich hatte Michael Kirk-Smith morgens in dem noch leeren Wartezimmer den mittleren Stuhl gegenüber der Theke genau fünf Sekunden mit einem Nebel aus Androstenon besprüht. Androstenon ist ein Stoff, den Männer im Achselschweiß absondern. Kirk-Smith glaubte, dass er Frauen anzieht. Er wollte mit seinem Versuch Psychologen widerlegen, die seine Annahme für Unsinn erklärten, weil der Mensch viel zu hoch entwickelt für solche primitiven Effekte sei.

Jedenfalls musste eine Praxishelferin, die den Zweck des 1980 veröffentlichten Experiments nicht kannte, den ganzen Tag notieren, auf welche Stühle sich Männer setzten, und auf welche Frauen. Ohne Sprühaktion hatte sich vier Tage lang keine von 67 Patientinnen auf den Stuhl gesetzt. Während der Sprühaktion hingegen war der Stuhl plötzlich bei den Praxisbesucherinnen beliebt. Männer hingegen schien das Androstenon eher abzustoßen. Kirk-Smiths Annahme hatte sich als richtig erwiesen. Inzwischen weiß man, dass auch Pheromone bei der Partnerwahl des Menschen eine Rolle spielen. Die Wirkung sei allerdings schwach und werde wahrscheinlich von vielen Faktoren überdeckt. Dubiose Duftwässer Marke »Willenlos« dürften also kaum funktionieren.

http://www.d-e-zimmer.de/PDF/1987riechen.pdf

Der englische Forscher Michael Kirk-Smith konnte mit zwei Effekten aufwarten, die, wenn bestätigt, für sich sprächen. Er zeigte seinen Versuchspersonen Fotos von Männern, Frauen, Tieren und Häusern. Alle trugen sie dabei eine Operationsmaske. Ohne daß sie es wußten oder merkten, war sie bei einigen mit Spuren von Androstenol imprägniert. Und siehe da, wer Androstenol geatmet hatte, fand die Frauen auf den Fotos sexyer; und alle Menschen wärmer, freundlicher, interessanter. Androstenolgeruch scheint uns erotisch unternehmender und überhaupt menschenzugewandter zu machen. In einem weiteren Versuch besprühte KirkSmith einige Stühle in einem leeren Wartezimmer unmerklich mit Androstenol und beobachtete, wohin sich die Hereinkommenden setzten. Siehe da, die Frauen setzten sich mit Vorliebe auf die androstenolbesprengten Stühle.

Geruchsmoleküle leiten  Ameisen. Das Spermien sich an Geruchsmolekülen orientieren ist jedoch wiederlegt.

Der Geruch ist nur ein Faktor von vielen, bei der Partnerwahl. Der Prof. Karl Grammer ist Attraktivitätsforscher und kann noch viele weitere Nennen. Wer grade auf Partnersuche ist, sollte sich die unterbewussten Abläufe jedoch nicht zu sehr zu Herzen nehmen und sie nicht in die Partnersuche einfließen lassen. Mein privater Tipp: Auf die Quantität neuer Bekanntschaften setzen also die Anzahl erhöhen und das unterbewusst, natürlich Ablaufende dabei belassen.

 

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Dat is Unnatürlich

Wer kennt ihn nicht, den meist älteren Mann der, beim einholen eines O-Tons für eine Nachrichtensendung, zum Thema Homosexualität, sinngemäß, in die Kamera sagt: Dat is unnatürlich und so von der Natur nicht vorgesehen. Zuletzt zu beobachten beim Thema Homoehe.

Nun, es mag sicherlich vieles sein, nur unnatürlich ist es nicht. Die Natur ist so vielfältig und faszinierend das Alles und sein Gegenteil vertreten ist. Bei den Seepferdchen werden die Männchen schwanger.  Schwule Pinguine ziehen Junges auf und Lippfische können ihr Geschlecht wechseln sollten sie auf ein anderes Männchen oder Weibchen treffen. Die Natur hat evolutionär gesehen die Geschlechtlichkeit sehr viel später entwickelt, irgendwann nach der Zellteilung. Mir ist nur ein Punkt wichtig: Unnatürlichkeit ist bei Homosexualität kein Argument .


Todescamp der Toleranz
Nachdem er sich als Schwuler geoutet hat, wird Mr Garrison wieder als Lehrer eingestellt. Er kommt allerdings dahinter, dass das nur geschehen ist, weil die Schule sonst, nach den neuesten Gesetzen, eine Millionenabfindung an ihn zahlen müsste. Darum versucht er jetzt alles, um noch mal gefeuert zu werden. Er holt sich seinen Freund Mr Sklave und praktiziert im Klassenzimmer Rituale aus der Schwulenszene. Als sich die Jungs zu Hause darüber beschweren, werden sie für intolerant gehalten und von ihren Eltern in ein „Toleranz-Camp“ gesteckt.

Tolerieren heißt nicht gut finden. Sondern in der Toleranz liegt die Leistung, dem andere seine Freiheit zum Menschsein zu lassen auch wenn, man es für sich selbst ablehnt. Zumal grade beim schwul sein, noch hinzu kommt, dass niemand sich aktiv entscheidet dieser Randgruppe zuzugehören. Es ist in dir und Teil von dir, nichts was man sich aktiv aussucht oder man verbreiten könnte. Niemand kann Kinder schwul machen. Man kann sie nur abhalten durch eingeschränkte Perspektiven und Dogmen zu ihrer persönlichen Zufriedenheit zu finden.

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Tiere trösten

Präriewühlmäuse trösten sich.

„Ein solches tröstendes Verhalten war lange Zeit nur von Tieren mit großen Gehirnen bekannt wie Menschenaffen oder Hunden. Das führte zu der Annahme, dass man höher entwickelte kognitive Fähigkeiten braucht, um die seelische Lage eines anderen verstehen zu können und ihn zu trösten.“

http://www.deutschlandfunk.de/tierische-empathie-streicheleinheiten-fuer-die-artgenossen.676.de.html?dram:article_id=343367

Und Fledermäuse merken sich, wer solidarisch seine Beute teilt und wer aus der Gruppe dies nicht macht.

Delphine geben sich gegenseitig Namen und können sich rufen, bzw. tun das die Forscher die eine Sounddatei abspielen, auf dem die Rufgeräusche gespeichert sind und reden so mit den Tieren.

Es gibt eine Vogelgruppe die einem alten humpelnden Männchen in Kriege und Konflikte mit anderen Vogelgruppen folgt, was beweist, dass nicht physische Stärke einem zum Anführer einer Gruppe macht; und das ist eine extrem hohe soziale Gruppenleistung.

Die Beobachtung die Wissenschaftler über Hyänen schlägt fast alles, nur eine Sache: Die jungen weiblichen Hyänen jagen und „verprügeln“ die Männchen da sie sich der Kooperation der Mütter und anderer Weibchen aus dem Rudel sicher sein können, auch hier ist es nicht die physische Stärke sondern die soziale Kooperation die einen Vorteil verschafft.

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