Skip to content

Schlagwort: Wissenschaft

Rundumschlag

Paartherapeuten haben sich bisher, als die beste Quelle, erwiesen um einen Einblick zu bekommen, was wirklich abgeht. Studien, mit einer hoffentlich eingeschränkten Fragestellung, sind meist weniger aufschlussreich als ein Therapeut, der nach 20 Berufsjahren ein Resümee zieht oder ein Buch schreibt.

Leider arbeiten diese ja meist mit Klienten die erst dann auftauchen, wenn irgend ein Problem existiert oder ein Mangel, Unzufriedenheit oder Leid das beseitigt beziehungsweise behandelt werden soll. Das schmälert den Blick und rückt die in den Fokus, wo es nicht so gut läuft.

Nun aber ein:

Geiles, wütendes Interview über die Unwissenheit und den Umgang mit Erotik; mit dem Sexualwissenschaftler Volkmar Sigusch:

Nein. Das größere Problem ist, dass die Leute nicht miteinander sprechen. Dass sie nicht sagen, was sie möchten, was sie erregt, was sie nicht mögen. Unter uns sind sogenannte Feeder, die ihre Freundin mästen, Objektophile, die sich in ein Auto verlieben, und Kultursodomiten, die nur mit einem Hund oder einer Katze zusammenleben – und gleichzeitig wissen viele Menschen nicht, wie die Sexualorgane aufgebaut sind, wie sie funktionieren und wo sie liegen.

Den einen erregt die Kleidung des anderen Geschlechts oder ein Tier, den anderen Nasenschleim oder das Fehlen eines Beines. Wir sprechen dann von Transvestitismus, Sodomie, Mukophagie oder Amelotatismus. Es gibt Paare, denen es gelingt, Begehren und Liebe für längere Zeit zusammenzuführen, indem sie eine solche Vorliebe in ihr Sexualleben integrieren.

Heute spielen sich rund 95 Prozent aller Sexualakte in festen Beziehungen ab. Die Singles machen 25 Prozent der Bevölkerung aus, bekommen aber nur fünf Prozent der Sexualkontakte ab. Sie ziehen Nacht für Nacht frustriert von einer Bar zur anderen, während 60-jährige Frauen und Männer, die in einer festen Beziehung leben, relativ regelmäßig miteinander schlafen.

Leave a Comment

Ein bisschen HIV

Zahlen zu Deutschland:

80,62 Millionen Menschen leben in Deutschland Stand 2013, davon sind im Jahr 2014, 83.400 mit HIV infiziert. Gestorben 2014 an HIV sind 480 Menschen. Neuinfektionen jedes Jahr liegt etwa bei 3200 Personen. 13.200 Personen wissen nichts von ihrer Erkrankung.

Keine prophylaktische Impfung kein Heilmittel, ist nach wie vor der Stand. Global gesehen ist HIV ein wirkliches Problem.

Infizierte machen ihre Erkrankung durch das Biohazardzeichen in Form einer Tätowierung oder einer Kette kenntlich, manchmal.

Die Medikamente sind so gut das bei ordentlicher Dosierung und Einnahme man unter die Ansteckungsgrenze kommen kann, das Virus wird soweit im Körper bekämpft bis man unter die Nachweisgrenze kommt.

Randnotiz: Eine Frau wurde zu vier Jahren Freiheitsstrafe mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt, da sie zweimal ungeschützten Sex hatte und HIV positiv ist:

Rechtsanwalt Hösl beklagt die Stigmatisierung von Menschen mit HIV und legt dar, dass die Ausübung einvernehmlicher sexueller Handlungen eine sozialadäquate Handlung sei. Diese dann zu bestrafen, lediglich weil das Risiko einer HIV-Infektion des Sexualpartners bestanden haben soll (der Anwalt weist darauf hin, dass in keinem der zur Verurteilung führenden Fälle eine Infektion erfolgt sei), verletze die Grundrechte von Frau Schmid, insbesondere ihr Recht auf freie Entfaltung ihrer Persönlichkeit.

Ein streitbarer Fall. Die Frau wurde verurteilt.

Die Wissenschaft arbeitet:

Das Problem vor dem die Wissenschaftler und Forscher stehen ist das sich das Virus inaktiv versteckt.

Um zu sehen wo sich das Virus im Körper befindet haben findige Forscher ein Protein als Marker an das Virus gepackt um es dann von außen visualisieren zu können.

Verstecke aufspüren

„Um wirklich zu verstehen, was an diesen Stellen besonders ist, warum das Virus sich dorthin zurückziehen kann und die Behandlung übersteht. Und um zu sehen, was passiert, wenn das Virus zurückkommt, denn darüber ist bisher nichts bekannt. Auch das können wir, mit dieser Methode untersuchen.“

Virenmontage in neun Minuten

Unsere Arbeitsgruppe beschäftigt sich seit einigen Jahren mit dieser Technik. Wir können beispielsweise den Zusammenbau einzelner HIV-Partikel mit einer Markierung des Hauptakteurs Gag live verfolgen. Und wir können messen, wie lange der Viruszusammenbau dauert: In etwa neun Minuten lagern sich die Einzelteile an der Zellmembran zu einer fertigen Knospe zusammen.

Mit diesem System können wir auch untersuchen, wie sich Veränderungen in der Zelle oder Mutationen im Erbgut des Virus auf den Zusammenbau auswirken. Auch die Ankunft anderer Proteine, die für den Vorgang wichtig sind, können wir direkt beobachten, wenn wir sie in einer anderen Farbe markieren.

 

Keine prophylaktische Impfung kein Heilmittel, ist nach wie vor der Stand. Global gesehen ist HIV ein wirkliches Problem. Hatte der ehemals reichste Mensch der Welt, Bill Gates, nicht vor Jahren schon eine Stiftung für die Finanzierung der Heilmittelforschung gegründet? Ist es am Ende kein Geld sondern ein Verständnisproblem?

Es gibt eine dokumentierte Heilung. Dazu muss man wissen, das es Menschen gibt, die immun sind gegen HIV und das bei einer Blutkrebsbehandlung das Immunsystem ausgetauscht wird. Man ersetzt das Rückenmark, indem die Immunzellen entstehen, mit dem Rückenmark eines Spenders.

Crispr-Cas9

Menschen, die von Geburt an, ein defektes CCR5-Gen besitzen, sind gegen HIV immun, da das Virus nicht in ihre Zellen eindringen kann.

Im Fall vom „Berliner Patienten“ war der Fall so gelagert das er HIV und Leukämie also Blutkrebs hatte und ein Spender gefunden wurde, der nicht nur als Rückenmarkspender passte, sondern zudem immun gegen HIV ist. Nach dem Austausch des Rückenmarks ist er geheilt. Das ist aber keine Lösung, für andere, da Leukämiepatienten erst fast umgebracht werden, das alte Immunsystem wird zerstört, um sie dann zu heilen.

Kurzum es gibt immer mal wieder Meldungen über einzelne Schritte und scheinbare Erfolge. Der Durchbruch lässt jedoch auf sich warten.

Früher als man die Beteiligung von Bakterien an Entzündungen und als Auslöser von Krankheiten identifizierte, waren sie die bösen Buben und per se schlecht. Heute weiß man, dass die Mehrheit der kleinen Racker, unsere symbiotischen Helfer sind und für das funktionieren fast allen Lebens elementar.

Schädliche Arschlöcher gibts überall aber das ist meist nicht die Mehrheit. Den selben Weg werden Viren gehen. Da sie selbst keinen Stoffwechsel haben und weit weniger komplex aufgebaut sind sondern im Grunde „nur“ DNA verteilen, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch das Viren einen wichtigen Beitrag zur genetischen Evolution leisten. Ein Virus dockt an eine Zellmembran an, verschafft sich durch einen Protein oder Molekül „Handschake“ Zugang und kann dann, die eigene DNA in die Zelle bekommen.

Jetzt zu dem coolen Zeug: Der Mensch kann diese Fähigkeit der Viren nutzen um eigene DNA in das Virus zu packen, das an einen bestimmten Zelltyp bindet, hineingeschleust wird und dann die Zelle umbauen kann. Man verändert die Gene.

Gentherapie

Die frühen Fehlschläge der Gentherapie illustrieren, wie schwierig es ist, Fremd-DNA effektiv und gefahrlos ins Zielgewebe einzubringen. Sichere Gentransferverfahren waren oft nicht sehr effektiv, und effektive Methoden waren oft nicht sicher…

Wenn aus dem HIV-Genom jene Gene entfernt sind, die das Virus zu einem potenziellen Killer machen, werde die Virenhülle zu einem Gentransportvehikel „mit hoher Kapazität“, sagt Stuart Naylor, ehemaliger wissenschaftlicher Leiter des englischen Unternehmens Oxford Biomedica, das Medikamente auf Basis von Nukleinsäuren für die Behandlung von Augenerkrankungen entwickelt. Im Gegensatz zu den kleineren AAV seien modifizierte HIV sehr gut geeignet, um besonders große Gene oder mehrere Gene gleichzeitig in die Zielzelle einzuschleusen. Schädliche Nebenwirkungen oder unerwünschte Immunreaktionen träten dabei nicht auf.

Das menschliche Erbgut ist komplett entschlüsselt aber verstanden hat es niemand. Bei dem Versuch ein lebensfähiges Bakterium im Labor zu erschaffen, bauten die Forscher alle unwichtigen DNA-Teile aus und mussten feststellen das es so nicht funktioniert.

Schließlich mussten die Forscher immer mehr Gene hinzufügen und endeten bei einer Grundausstattung von 473 Genen – deutlich mehr als erwartet. Bei 149 Genen – etwa einem Drittel – wissen die Forscher nicht, wozu sie gut sind. Bei 79 Genen können sie nicht einmal spekulieren.

Was man machen kann ist DNA vergleichen und nachschauen, was passiert wenn man bestimmte Gene ausschaltet und dann zurückschließen wofür sie gebraucht werden. Doch selbst bei dem Minimalbakterium stehen 79 Fragezeichen.

Alle Viren die man so findet und Sequenziert, also wo man sich die Gene anschaut, sind vergleichbar mit Genabschnitten die man aus anderen Organismen bei Pflanzen und Tieren oder eben Bakterien kennt.

Riesenviren?

Etwa 95 Prozent der zellulären Gene war schon einmal irgendwo aufgetaucht. Anders bei den Viren: 70 bis 80 Prozent des Viren-Erbguts, das die Forscher aus dem Meer fischten, hatten sie nie zuvor gesehen. Die Analyse offenbarte eine ungeheure genetische Vielfalt – bei den „normalen“ Viren, aber vor allem auch bei den Riesenviren.

Zurück zur Erbgutänderung

Es findet seit 2012 eine Revolution durch Crispr/Cas9 in den Labors dieser Welt statt.

Fehler rausschneiden, Korrektur einsetzen

Zwei Eigenschaften machen Crispr/Cas9 so besonders: Zum einen schneidet die Genschere genau dort, wo sie schneiden soll – an keiner anderen Stelle. Und zum anderen: Es ist relativ einfach einzusetzen. In diesen beiden Punkten ist Crispr/Cas9 anderen Methoden überlegen, wie zum Beispiel den bisher in der Forschung verwendeten Zink-Finger-Nukleasen oder den TALENs, maßgeschneiderten Proteinen. Mit Crispr/Cas9 wird die Korrektur von unerwünschten Stellen im Erbmaterial präzise und praktikabel. Vergleichbar mit der Korrektur am Computer: Das falsche Wort wird rausgeschnitten – und das richtige eingesetzt.

Die Methoden, eine davon von einem Bakterium abgeschaut, machen Genänderungen so einfach, dass sie besser ausgestattete Schulklassen durchführen könnten.

Über den Tabubruch am Embryo

CRISPR-Cas, die Schnitte ins Erbgut so einfach, billig und präzise macht, dass selbst Genforscher ein Moratorium und eine öffentliche Diskussion dringend anmahnen.

Wie bekämpfen wir nun das HI-Virus?

Eine Gentherapie, damit die weißen Blutkörper ein defektes CCR5-Gen bekommen und damit dem Virus eine der Andockstellen genommen wird,  würde den Zusammenbau der Immunzellen verändern und einen Eingriff ins Rückenmark bedeuten doch dieser Weg ist kein guter.

Ein weitere Möglichkeit ist ein Molekül an das HI-Virus andocken zu lassen, anstatt die Immunzellen zu verändern befindet sich ein Molekül im Körper, dieses verschwindet jedoch irgendwann.

Das Molekül ließe sich als Wirkstoff spritzen. Die Behandlung müsste dann allerdings mehrmals im Jahr wiederholt werden.

Dann gibt es einen Ansatz mit einer Genschere, einem Enzym, infizierte Zellen von dem HI-Virus zu befreien.

Es finden sich manchmal Antikörper, 8NC195,  bei Erkrankten die gegen das HI-Virus wirken.

Zur Zeit wird der Einsatz von neutralisierenden Antikörpern als Medikament erprobt. Dabei werden verschiedene Antikörper miteinander kombiniert. Wegen seiner ungewöhnlichen Eigenschaften, so die Forscher, biete sich 8NC195 als Zutat für einen Antikörper-Cocktail an.

Meine kleine Umschau der Ansätze ist bestimmt nicht komplett aber sie gibt einen kleinen Einstieg. Was ich erschreckend fand war das bei Youtube so viele „Dokumentationen“ zu finden sind die die Existenz des HI-Virus anzweifeln.

Eine sehenswerte habe ich gefunden:


Sound zum Beitrag: Disturbed – Down witth the Sickness

 

1 Comment

Von den Frauenzeitschriften zum Gender-Marketing

Einige Frauenzeitschriften arbeiten wie Scientology. Die Sekte gewinnt Anhänger indem sie [meist beim Auditing] auf einen Mangel hinweist, da niemand dauerhaft glückselig und zufrieden mit allem in seinem Leben und sich selbst ist, kann man bei diesem Mangel, den Bedürfnissen, die jeder hat, ansetzen. Bedürfnis nach Anerkennung, Liebe, sich Selbstbewusst und attraktiv oder schlank zu fühlen, mehr Geld, Erfolg oder Freizeit zu haben, einen neuen oder besseren Partner, besseren oder überhaupt mal wieder Sex, mehr Harmonie in der Beziehung. Bedürfnisse, auch ohne, dass die Werbung diese schafft, hat jeder und wenn es nur der Hunger ist. Die Lösungen die einige Zeitschriften anbieten sind oft Handlungsweisungen, was man tun und lassen sollte, um sein Problem zu beheben. Ähnlich wie bei Scientology, bezahlt man für diesen Ratschlag oder „die Kurse“, meist mehr als sie wert sind.

Was mich verwundert ist die Produktvielfalt bei bestimmten Angeboten, wie Kleidung, Shampoo oder halt generell bei Pflegeprodukten [PinkTax and Gendermarketing in general], die die Frau als Konsumentin und Zielgruppe im Auge hat. Humpft, kann damit auch falsch liegen, den Typ Frau gibt es nicht [auch wenn ihn das Marketing beschreiben kann]

Für mich sind Themen die in Frauenzeitschriften gehören eher im gesellschafts- als im selbstkritischen Bereich angesiedelt.

Warum freiwillige Kopftuchträgerinnen sich ohne nackt fühlen, wenn sie seit dem 13. Lebensjahr eines in der Öffentlichkeit tragen und warum einige Frauen ungeschminkt, nie die Wohnung oder das Haus verlassen würden. Warum haben Talkshows Probleme weibliche Gäste einzuladen, wie Gert Scobel regelmäßig bemerkt?

Ein Kontrabeitrag zum Thema Schminken oder Friseurbesuch, Haare einfach wachsen lassen, Rasieren warum und wo, ungesunde und unbequeme Schuhe, Warum Aussehen nie vor die Gesundheit gestellt werden sollte, Portraits von alleinerziehenden Müttern: unidealisiertes Zeug halt.

Skurril beim Thema Marketing und Werbung ist das nicht von Frauenmarketing gesprochen wird oder ein Überbegriff, wie Femark eingeführt wurde sondern das Ganze Gender-Marketing heißt.  Die Frau als Konsumentin ist eine viel mächtigere: beim Lebensmitteleinkauf, bei der Entscheidung was die Kinder anziehen, beim Dekorieren der Wohnung, dem Kauf von Haushaltsgeräten; sofern man in dem althergebrachten Rollenbild bleibt.

Dabei haben die Frauen die Macht über die Kasse: Sie kaufen rund 80 Prozent aller Konsumgüter ein.

aus einem Handelsblattartikel

„Das Hormon Östrogen bewirkt, dass Frauen eher auf Ästhetik ansprechen, während die höhere Konzentration an Testosteron bei Männern dazu führt, dass sie sich eher funktional denken.“ Luxusgüterhersteller und Modezeitschriften machten diese Unterscheidung oft intuitiv richtig

aus der FAZ

Es hat doch etwas mehr Komplexität, wirklich interessantes Interview:

Was mich fasziniert, geschlechtsunabhängig, ist die Beeinflussbarkeit, jeder streitet ab sich von Werbung verführen zu lassen, die Zahlen zur Wirksamkeit zeigen dann aber etwas anderes. So ist das auch mit Sozialstudien zum Einkaufen zwischenmenschliche lange Beratungen erhöhen die Wahrscheinlichkeit zum Kauf, Sitzgelegenheiten in Schuhgeschäften für Männer erhöhen den Verkauf und wenn die Damen in Gruppen shoppen. Der zwischenmenschliche, soziale und emotionale Aspekt muss für die Dame die konsumieren sollen stärker getriggert werden.

Während die meisten Damen Einkaufstouren genießen – dafür legen sie im Schnitt 200 Kilometer pro Jahr zurück und verbringen ganze 109 Stunden in Umkleidekabinen-, greifen die Herren oft lieber schnell ins nächstbeste Verkaufsregal und eilen zur Kasse.

Das nächste große Ding sind haptische Verpackungen also die Verpackung der Bodylotion die sich nach Haut anfühlt, generell Verpackungen die es ermöglichen das Produkt anzufassen. Die heftigste Aussage in diesem Fünf Minuten Beitrag „Es gibt Produkte wo der Preis für die Verpackung bis zu 80% ausmacht“:

http://blog.clara-frost.de/kritik-gedanken-zu-frauenzeitschriften/

Was mich aber so richtig verärgert hat, weshalb ich hier eigentlich gerade schreibe, ist ein Artikel über “Happy Hour für die Füße” (Seite 18). Da wird auf einer ganzen Seite ein Unternehmen mit einer Schuhmarke angepriesen, das superbequeme High Heels gegen Fußschmerzen herstellt, die sich “wie bequeme Kaminschuhe” anfühlen und “wie eine zweite Haut sitzen”. Daneben ein Bild von 12-Zentimeter Stöckelschuhen. Bitte was? Wer schreibt so etwas ohne nachzudenken?

 

Triff die FABDFL – die feministisch-angehauchte Bloggerin, die Frauenzeitschriften liest

Bestimmt gibt es all das, den gemäßigten Feminismus, sozial- und gesellschaftspolitische Kritik von Frauen für Frauen nur kommerziellen Erfolg haben sie nicht, weil leichter einfacher zu konsumieren ist. Hey, glaubt mal nicht das FHM oder Men´s Health besser sei. Männer lesen dann halt rassistische Zeitschriften, glaubt ihr nicht? Hier:

 

 


Musik zum Beitrag The Best of Debussy

Leave a Comment

Was wir über Sex denken und die empirische Realität dazu

Science Slam Berlin: Jessica Bahr vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) mit ihrem Vortrag über Sex-Mythen: „Fakt und Fiktion über Sexualität – Was wir über Sex denken und die empirische Realität dazu“.

Das Institut für Männergesundheit am UKE widmet sich unter der Leitung von Prof. Dr. Frank Sommer der Prävention, Sexualmedizin (auch der Paarbeziehung und damit verbunden der weiblichen Sexualität), Sport- und Anti-Aging-Medizinischen Fragestellungen und operativen Eingriffen am äußeren Genitale.

Leave a Comment

Mal nachfragen

Was sind normale Sexfantasien? Sollte man überhaupt anfangen dort Normen festzulegen? Ist nicht das einzige Kriterium, ob etwas problematisch ist, wenn andere oder man selbst darunter leidet?

Solange es einem gut geht, egal mit welcher Neigung, Fantasie und welchen Gelüsten und man sie legal ausleben kann, ohne sich und anderen zu schaden, ist eigentlich relativ egal ob es normal ist oder nicht.

Ein bisschen Individualität ist doch gut. Warum da starke Normen ziehen?

Wir sind leider etwas zu spät bei diesen Fragen, es gibt die Klassifizierung von sexuellen psychischen Störungen schon, zum Beispiel Sadismus fällt darunter.

Wie stark die Definition, von dem schwankt, was als normal und damit als okay und nicht kritikwürdig oder irgendwie problematisch aufgefasst wird, bemerkt jeder der einige Jahrzehnte zurückschaut und feststellt, wie andere Generationen mit ihrer Sexualität (Trieb/Lust/Geilheit) umgegangen sind.

Nehmen wir an, meine Partnerin würde es lieben, mir beim Sex ihren kleinen, am besten feuchten, Finger ins Ohr zu stecken und das total geil und erotisch finden und ihr das effektiv schneller zum Orgasmus verhelfen. Für mich wäre das definitiv sehr anormal und ich würde schon mal nachfragen, woher sie diese sehr ungewöhnliche Vorliebe hat und warum sie das geil findet. Wären Liebesfilme und Pornos jedoch voll von Darstellern denen ständig einer abgeht, wenn sie Finger befeuchten und die dem Partner ins Ohr schieben, wäre klar woher sie das hat.

Für mich als normal oder „schon mal vorkommend“ ist das spüren der Fingernägel im Rücken, da würde ich dann auch nicht mehr groß fragen, gibt Frauen die machen das.

Würden wir uns mit dem kleinen Finger und dem Ohr fortpflanzen gäb es massenhaft Menschen die sich ihres kleinen Fingers schämten und Frauen die nur mit Ohrenschützern herumlaufen würden. Scham und Ekel werden erlernt. (Iiihihi eine Spinne) Freiliegende Ohren und kleine Finger in der Öffentlichkeit würden als F65.2 Störung gelten: Exhibitionismus.

Zurück zur Wissenschaft:

Prof. Dr. Schleim ist aufgefallen, das seine Studenten, bei der Frage ob sexuelle Präferenz genetisch determiniert also vorgegeben sei, klar an eine genetischen Ursache glauben. Das Problem dabei ist, dass es keine Daten gibt die das hergeben.

Was also ist normal? Egal ob das was als normal begriffen wird nun dynamisch aufzufassen ist. Was sind normale Sexfantasien?

Kanadische Forscher sind der Frage nachgegangen indem sie 1517 Personen, beiden Geschlechts befragt haben.

Ungewöhnliche Fantasien waren etwa Fantasien von Sex mit Prostituierten oder Cross-Dressing, zu den typischerweise geäußerten gehörten Oralsex und Sex mit mehreren Partnern (vor allem eine Fantasien von Männern) sowie Sex an romantischen Orten (bei Frauen). Frauen fantasierten häufiger über Dominanzspiele und Unterwerfung, Männer über Sex mit fremden Partnern – interessanterweise, so die Forscher, oft auch von Sex ihrer Partnerin mit fremden Männern. Die weiblichen Befragten machten besonders deutlich, dass sie etwa Unterwerfungs- und Dominanzfantasien nicht real ausagieren wollten. Männer dagegen würden im Mittel vor allem die konventionelleren ihrer Vorstellungen häufiger gerne auch ausleben – oder gaben dies zumindest im Fragebogen an.

Das original Paper, als PDF gibt es hier.

Und ich dachte immer, ich kenne alle ungewöhnlichen Fantasien die auftauchen könnten aber das 1,4% angaben, Sex in der Schwerelosigkeit als Vorstellung zu haben – naja so uninteressant wäre das nicht.

Haben sich eigentlich schon mal welche beim Guinessbuch gemeldet, als erste Menschen die außerhalb der Erde Sex hatten?

Leave a Comment

LinkJump # doktorpeng frauenpanorama papa-online feministsforsexworkers diepresse huffingtonpost watson

Sex bedeutet nicht „Penis in Muschi“. Sex steht für alles, was Menschen unter körperlicher Intimität begreifen. Das Konzept ist weder an bestimmte Körperteile, noch an festgelegte Praktiken gebunden.

Wie wichtig frühe Sexualerziehung ist, stellten auch die Vereinten Nationen 2008 fest. Sie erlaube es jungen Menschen, Haltung und Werte zu erkunden und Entscheidungsfindung zu üben, die sie später benötigten, um fundierte Entscheidungen über ihr Sexualleben zu treffen.

Leave a Comment

Was ohne Lust

Ein Großteil der Frauen scheint von einer Anzeige nach einer Vergewaltigung abzusehen, um sich der Tortur des Verfahrens nicht auszusetzen, dessen Ausgang ungewiss ist. Vom einfachen „Wegstecken“ über eine geschädigtes Lustempfinden bis zur dauerhaften Traumatisierung geht die Bandbreite der Folgen. Die Schädigung des Individuums, in seiner Stärke und Intensität, steht im Zusammenhang mit dessen Erleben und daher ist die qualitätive, unabhängige Bewertung eines Vorfalls, von uneinvernehmlichem Sex und Gewalt, schwer zu Erheben.

Ein Beispiel aus dem Millieu der Gefägnisse. Als Vergewaltiger oder Kinderschänder ist man dort als Täter das Letzte oder der letzte Dreck. Diese Taten werden anders bewertet als ein Raubüberfall. Den traumatisierenden, alltags- und persönlichkeitszerstörenden Schaden den man einer Bankangestellten oder Verkäuferin durch einen bewaffneten Raub zufügen kann ist ebenso massiv, wie der durch sexuelle Gewalt.

Wie stark destruktiv etwas wirkt und prägt oder schädigt hängt, von der betroffenen Persönlichkeit, dem Wesen ab.

Mehr als die Aussage, dass jede Form von Zwang und Gewalt, von Einschüchterung und Agressivität, scheiße und schädigend ist, kann man erstmal nicht treffen.

Bei sexueller Gewalt denkt man meist an den Mann, der der Frau irgendwo im Gebüsch auflauert. Was extrem falsch und selten ist, meist kennt man den Täter und dieser ist nicht immer männlich und schon garnicht immer ein Erwachsener und gar Jugendlicher.

Nicht nur die Wahrscheinlichkeit von seinem Partner ermordet zu werden auch die sexuelle Gewalt geht ehr von Personen aus dem eigenen Umfeld aus, das gilt auch für Kindmissbrauch und Misshandlungen.

Die gemeldeten Straftaten sind also kein gutes Indiz für die Anzahl wirklichen Fälle, die Verurteilungen schon garnicht.

Dieser Tatsache waren sich auch die Forscher bewusst die versucht haben die Häufigkeit sexueller Gewalt an anderen Faktoren zu bestimmten.

Fefe hatte das auch kurz aufgezeigt.

Zuletzt ein lesenswerter Beitrag eines betroffenen Mannes die, wie die Studie zeigt, sehr selten zugeben von Frauen gezwungen zu werden.

Bin ich vergewaltigt worden?

Aktuell hat die „Die Anstalt“ mit dem Thema Frauenrechte, sexuelle Gewalt und Übergriffe – die gesellschaftliche und juristische Dimension beschäftigt, dort wurde nochmal erwähnt, dass die Vergewaltigung in der Ehe als Straftatbestand erst seit 1997 besteht.

http://www.taz.de/Debatte-Reform-Sexualstrafrecht/!5279048/

Leave a Comment