Skip to content

Schlagwort: Youtube

Von den Frauenzeitschriften zum Gender-Marketing

Einige Frauenzeitschriften arbeiten wie Scientology. Die Sekte gewinnt Anhänger indem sie [meist beim Auditing] auf einen Mangel hinweist, da niemand dauerhaft glückselig und zufrieden mit allem in seinem Leben und sich selbst ist, kann man bei diesem Mangel, den Bedürfnissen, die jeder hat, ansetzen. Bedürfnis nach Anerkennung, Liebe, sich Selbstbewusst und attraktiv oder schlank zu fühlen, mehr Geld, Erfolg oder Freizeit zu haben, einen neuen oder besseren Partner, besseren oder überhaupt mal wieder Sex, mehr Harmonie in der Beziehung. Bedürfnisse, auch ohne, dass die Werbung diese schafft, hat jeder und wenn es nur der Hunger ist. Die Lösungen die einige Zeitschriften anbieten sind oft Handlungsweisungen, was man tun und lassen sollte, um sein Problem zu beheben. Ähnlich wie bei Scientology, bezahlt man für diesen Ratschlag oder „die Kurse“, meist mehr als sie wert sind.

Was mich verwundert ist die Produktvielfalt bei bestimmten Angeboten, wie Kleidung, Shampoo oder halt generell bei Pflegeprodukten [PinkTax and Gendermarketing in general], die die Frau als Konsumentin und Zielgruppe im Auge hat. Humpft, kann damit auch falsch liegen, den Typ Frau gibt es nicht [auch wenn ihn das Marketing beschreiben kann]

Für mich sind Themen die in Frauenzeitschriften gehören eher im gesellschafts- als im selbstkritischen Bereich angesiedelt.

Warum freiwillige Kopftuchträgerinnen sich ohne nackt fühlen, wenn sie seit dem 13. Lebensjahr eines in der Öffentlichkeit tragen und warum einige Frauen ungeschminkt, nie die Wohnung oder das Haus verlassen würden. Warum haben Talkshows Probleme weibliche Gäste einzuladen, wie Gert Scobel regelmäßig bemerkt?

Ein Kontrabeitrag zum Thema Schminken oder Friseurbesuch, Haare einfach wachsen lassen, Rasieren warum und wo, ungesunde und unbequeme Schuhe, Warum Aussehen nie vor die Gesundheit gestellt werden sollte, Portraits von alleinerziehenden Müttern: unidealisiertes Zeug halt.

Skurril beim Thema Marketing und Werbung ist das nicht von Frauenmarketing gesprochen wird oder ein Überbegriff, wie Femark eingeführt wurde sondern das Ganze Gender-Marketing heißt.  Die Frau als Konsumentin ist eine viel mächtigere: beim Lebensmitteleinkauf, bei der Entscheidung was die Kinder anziehen, beim Dekorieren der Wohnung, dem Kauf von Haushaltsgeräten; sofern man in dem althergebrachten Rollenbild bleibt.

Dabei haben die Frauen die Macht über die Kasse: Sie kaufen rund 80 Prozent aller Konsumgüter ein.

aus einem Handelsblattartikel

„Das Hormon Östrogen bewirkt, dass Frauen eher auf Ästhetik ansprechen, während die höhere Konzentration an Testosteron bei Männern dazu führt, dass sie sich eher funktional denken.“ Luxusgüterhersteller und Modezeitschriften machten diese Unterscheidung oft intuitiv richtig

aus der FAZ

Es hat doch etwas mehr Komplexität, wirklich interessantes Interview:

Was mich fasziniert, geschlechtsunabhängig, ist die Beeinflussbarkeit, jeder streitet ab sich von Werbung verführen zu lassen, die Zahlen zur Wirksamkeit zeigen dann aber etwas anderes. So ist das auch mit Sozialstudien zum Einkaufen zwischenmenschliche lange Beratungen erhöhen die Wahrscheinlichkeit zum Kauf, Sitzgelegenheiten in Schuhgeschäften für Männer erhöhen den Verkauf und wenn die Damen in Gruppen shoppen. Der zwischenmenschliche, soziale und emotionale Aspekt muss für die Dame die konsumieren sollen stärker getriggert werden.

Während die meisten Damen Einkaufstouren genießen – dafür legen sie im Schnitt 200 Kilometer pro Jahr zurück und verbringen ganze 109 Stunden in Umkleidekabinen-, greifen die Herren oft lieber schnell ins nächstbeste Verkaufsregal und eilen zur Kasse.

Das nächste große Ding sind haptische Verpackungen also die Verpackung der Bodylotion die sich nach Haut anfühlt, generell Verpackungen die es ermöglichen das Produkt anzufassen. Die heftigste Aussage in diesem Fünf Minuten Beitrag „Es gibt Produkte wo der Preis für die Verpackung bis zu 80% ausmacht“:

http://blog.clara-frost.de/kritik-gedanken-zu-frauenzeitschriften/

Was mich aber so richtig verärgert hat, weshalb ich hier eigentlich gerade schreibe, ist ein Artikel über “Happy Hour für die Füße” (Seite 18). Da wird auf einer ganzen Seite ein Unternehmen mit einer Schuhmarke angepriesen, das superbequeme High Heels gegen Fußschmerzen herstellt, die sich “wie bequeme Kaminschuhe” anfühlen und “wie eine zweite Haut sitzen”. Daneben ein Bild von 12-Zentimeter Stöckelschuhen. Bitte was? Wer schreibt so etwas ohne nachzudenken?

 

Triff die FABDFL – die feministisch-angehauchte Bloggerin, die Frauenzeitschriften liest

Bestimmt gibt es all das, den gemäßigten Feminismus, sozial- und gesellschaftspolitische Kritik von Frauen für Frauen nur kommerziellen Erfolg haben sie nicht, weil leichter einfacher zu konsumieren ist. Hey, glaubt mal nicht das FHM oder Men´s Health besser sei. Männer lesen dann halt rassistische Zeitschriften, glaubt ihr nicht? Hier:

 

 


Musik zum Beitrag The Best of Debussy

Leave a Comment

Was wir über Sex denken und die empirische Realität dazu

Science Slam Berlin: Jessica Bahr vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) mit ihrem Vortrag über Sex-Mythen: „Fakt und Fiktion über Sexualität – Was wir über Sex denken und die empirische Realität dazu“.

Das Institut für Männergesundheit am UKE widmet sich unter der Leitung von Prof. Dr. Frank Sommer der Prävention, Sexualmedizin (auch der Paarbeziehung und damit verbunden der weiblichen Sexualität), Sport- und Anti-Aging-Medizinischen Fragestellungen und operativen Eingriffen am äußeren Genitale.

Leave a Comment

feministfrequency

Anita Sarkeesian handelt sich kontinuierlich und regelmäßig Kritik für ihre feministische Sicht auf Computerspiele ein.

Jetzt relativ aktuell, hat sie ein Video zu den Bewegungen weiblicher Avatare in Spielen veröffentlicht. Dazu kann ich nur sagen, mir wäre das so nie aufgefallen. Ich bin kein Gamer der regelmäßig sein Herzblut an ein Spiel verschenkt oder auch nur die TopTen Verkaufstitel zockt. Halte ich das, was Sie kritisiert, für ein Problem? Ja, aber keins das mich betrifft. Feminismus ist Frauensache, regt ihr euch darüber auf, das ist euer Kampf. Die Spiele werden in der Mehrheit von Männern für Männer produziert und ähnlich wie beim Porn, sind Frauen meist nicht die primäre Zielgruppe. [Was sich ändern wird, zarte Pflänzchen dieser Bewgung existieren bereits]

An der Kasse wird abgestimmt und bei der Spielkonzeption ist früh klar, welche Gruppe von Personen die Käufer sind. Männer mögen Brüste und Hintern, manchmal auch lange Beine und vollere Lippen und langes Haar. Warum die wohl Geld für Computerspiele ausgeben, wo sie das bekommen?

Ist auch ungerecht, dass man Fraulichkeit ehr mit dem Zarten und Weichen verbindet und nicht so sehr mit physischer Stärke. Wo es dort doch keine Unterschiede gibt. Das in der Männerspielwelt, Ziel die Eroberung oder Rettung einer Frau ist also Männer ihre Physis für die Frau einsetzen, sie als schillernes, edles, erstrebenswertes Ziel begreifen, für das Gegner besiegt und Hürden genommen werden, ist natürlich beklagenswert. Ich empfinde das auch als Realitätsfern und man möchte doch in den virtuellen Welten und in Comics alles so unidealisiert und realitätsnah wie möglich haben, nachher ist noch etwas überzeichnet. Wir Männer müssen uns mit dem Ideal der Muskel und die Damen mit dem Ideal der Rundungen rumschlagen.

Also nicht aufregen sondern ihre Arbeit als Meinungspluralismus annehmen oder ignorieren und als weitere Perspektive auf das Kluturgut „Game“ ansehen. Ob sie Recht oder Unrecht hat, mit ihren Ansichten, ist gar nicht die Frage, für mich werden beide Geschlechter überzeichnet dargestellt, wo sind die Brillen- und Bierbauchträger unter den männlichen Avataren? Ich bleib da agnostisch; sie hat weder recht noch unrecht es ist einfach eine von vielen Perspektiven, es kann einen stören oder auch kalt lassen aber aufregen über ihre Arbeit, sollte man sich dann doch nicht. Finde die feministische Perspektive wichtig aber ich teile sie nicht. Frei nach dem Motto die größten Berge häufen sich aus kleinen Sandkörnern auf, lassen wir sie weiter die Sandkörner benennen.


Sound zum Eintrag: Fast Foot & Stream Dance Project – Cooperation

Leave a Comment