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Tiere heilen sich selbst durch Nahrung

Die Natur ist faszinieren. Ich freu mich immer über Fähigkeiten die man kleinen Organismen oder anderen bekannten biologischen Strukturen, wie Bäumen nicht zugetraut hätte.

Nikotin als Abwehrstoff gegen Fressfeinde kennt man, zum Beispiel von der Tabakpflanze. Bäume die von einer ziehenden Herde angefressen werden produzieren einen bitter schmeckenden Abwehrstoff, der dafür sorgt, dass die Tiere nur eine bestimmte Zeit an dem Baum die Blätter zupfen und dann zum nächsten ziehen. Der erste Baum hat dann aber schon den anderen Mitgeteilt, das er angefressen ist. Er gibt Moleküle frei, die die umliegenden Bäume zur Produktion des eigenen Abwehrstoffes anregen. Das wiederum haben die Tiere herausgefunden und ziehen daher gegen den Wind um die Nahrung von den Bäumen zu fressen. So zumindest die Beobachtungen in Afrika, wo die Bäume etwas weiter auseinander stehen.

Bei der Nutztierhaltung und in Zoos ist aufgefallen, dass die Tiere trotz guter klimatischer Bedingungen und genug Nahrung an Darmerkrankungen leiden und im Fall einer Äffchengruppe einige sogar daran verstarben. Den Lemuren wurden dann in einem Freigehege verschiedene Pflanzen angeboten und obwohl sie keine dieser Pflanzen kannten fanden sie jene mit den Inhaltsstoffen die gegen die Parasiten, Bakterien oder den Pilz wirken, um sich selbst zu heilen. Ja gut, intelligente Affen halt, könnte man meinen aber auch Schafe können das und bestimmt einige andere Tiere.

Obwohl Lemuren aus Madagaskar stammen und amerikanische Pflanzen nicht kennen, hatten sie in der Fremde Pflanzen mit den richtigen Inhaltsstoffen gefunden. Doch nicht nur Säugetiere wissen sich zu helfen: Auch Vögel, Amphibien oder Insekten schützen sich aktiv vor Pilz-, Bakterien- oder Parasitenbefall. Die Forscher entdecken immer mehr Beispiele von Selbstmedikation. Sogar bei Arten, denen sie diese Fähigkeit nicht zugetraut hätten.

 

 

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