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Verdrahtete Blattläuse

Wie jetzt? Ihr wisst das noch nicht? Ich dachte immer das sei verstanden und abschließend beforscht. Es gibt sie, die Experten und damit sind nicht die aus dem TV gemeint, sondern die wirklichen Koryphäen, Unikate, die alleine führenden Forscher auf einem bestimmten Gebiet, die, wenn sie sterben, dafür sorgen, das es keinen Zweiten mehr gibt, der Experte und Spezialist auf diesem einen Gebiet ist. Es gibt so spezielle Forschungsgebiete das faktisch nur eine Person existiert, die dieses Gebiet abdeckt. Es ist ja nicht so das man abseitige Forschungsgebiete besetzen oder bestimmen kann, wer sich jetzt mit der Biodiversität auf Dachschindeln beschäftigt oder mit dem Stoffwechsel einer bestimmten Schneckenpopulation oder dem Vergleich des Nervensystems von Kraken usw.

So langsam kristallisiert sich heraus das Veranstaltungen, wie der IgNobelpreis nicht als abstrus oder als Spaßveranstaltung abgetan werden sollten. Nur Populärforschung zu betreiben oder welche die sich in absehbarer Zeit kommerzialisieren lässt, ist nicht sinnvoll.

Aber zurück zu meiner Verwunderung: Wie das wusste man bisher nicht? Ich dachte immer Pflanzen kommunizieren mit Phytohormonen and thats the hole story.

„… dieses Verwundungssignal nimmt die Pflanze auf und leitet es an die noch nicht verletzen Blätter weiter, die dann auf dieses Signal hin eine Substanz oder mehrere chemische Substanzen produzieren, die die neuen Blätter dann nicht wohlschmeckend für das Fressinsekt machen.“

Wie genau diese Kommunikation funktioniert, ist unklar.

Wie misst man nun die Elektrosignale in der Pflanze ohne sie zu beschädigen und damit die Messung zu verfälschen? Naja man verdrahtet Blattläuse die die Pflanze, ohne das sie es bemerkt, verwunden können. Aufbau und Ergebnisse gibt es hinter dem Link.

Blattläuse verdrahten ist schon ziemlich cool aber ein Exoskelett entwickeln, einen Holographen und Bilder für einen 3D-Drucker errechnen mit einem Raspberry Pi hat auch was.

 

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