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Was ohne Lust

Ein Großteil der Frauen scheint von einer Anzeige nach einer Vergewaltigung abzusehen, um sich der Tortur des Verfahrens nicht auszusetzen, dessen Ausgang ungewiss ist. Vom einfachen „Wegstecken“ über eine geschädigtes Lustempfinden bis zur dauerhaften Traumatisierung geht die Bandbreite der Folgen. Die Schädigung des Individuums, in seiner Stärke und Intensität, steht im Zusammenhang mit dessen Erleben und daher ist die qualitätive, unabhängige Bewertung eines Vorfalls, von uneinvernehmlichem Sex und Gewalt, schwer zu Erheben.

Ein Beispiel aus dem Millieu der Gefägnisse. Als Vergewaltiger oder Kinderschänder ist man dort als Täter das Letzte oder der letzte Dreck. Diese Taten werden anders bewertet als ein Raubüberfall. Den traumatisierenden, alltags- und persönlichkeitszerstörenden Schaden den man einer Bankangestellten oder Verkäuferin durch einen bewaffneten Raub zufügen kann ist ebenso massiv, wie der durch sexuelle Gewalt.

Wie stark destruktiv etwas wirkt und prägt oder schädigt hängt, von der betroffenen Persönlichkeit, dem Wesen ab.

Mehr als die Aussage, dass jede Form von Zwang und Gewalt, von Einschüchterung und Agressivität, scheiße und schädigend ist, kann man erstmal nicht treffen.

Bei sexueller Gewalt denkt man meist an den Mann, der der Frau irgendwo im Gebüsch auflauert. Was extrem falsch und selten ist, meist kennt man den Täter und dieser ist nicht immer männlich und schon garnicht immer ein Erwachsener und gar Jugendlicher.

Nicht nur die Wahrscheinlichkeit von seinem Partner ermordet zu werden auch die sexuelle Gewalt geht ehr von Personen aus dem eigenen Umfeld aus, das gilt auch für Kindmissbrauch und Misshandlungen.

Die gemeldeten Straftaten sind also kein gutes Indiz für die Anzahl wirklichen Fälle, die Verurteilungen schon garnicht.

Dieser Tatsache waren sich auch die Forscher bewusst die versucht haben die Häufigkeit sexueller Gewalt an anderen Faktoren zu bestimmten.

Fefe hatte das auch kurz aufgezeigt.

Zuletzt ein lesenswerter Beitrag eines betroffenen Mannes die, wie die Studie zeigt, sehr selten zugeben von Frauen gezwungen zu werden.

Bin ich vergewaltigt worden?

Aktuell hat die „Die Anstalt“ mit dem Thema Frauenrechte, sexuelle Gewalt und Übergriffe – die gesellschaftliche und juristische Dimension beschäftigt, dort wurde nochmal erwähnt, dass die Vergewaltigung in der Ehe als Straftatbestand erst seit 1997 besteht.

http://www.taz.de/Debatte-Reform-Sexualstrafrecht/!5279048/

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